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at. Eigentlich war den Schötzern auch im letzten Spiel des Fussballjahres 2009 bezüglich Einstellung und Engagement nicht viel vorzuwerfen. Sie kämpften, sie liefen viel ohne Ball, sie kombinierten, sie kamen zu zahlreichen Chancen und sie gaben selbst nach dem 0:2 nie auf. Was sie allerdings zum x-ten Mal vermissen liessen, war die Cleverness. Diesbezüglich boten die Rapperswiler den Schötzern besten Anschauungsunterricht. Sie überliessen den Gastgebern das Spieldiktat, warteten auf die Fehler der Gastgeber und schlugen vor der Pause zweimal eiskalt zu, als sich ihnen Torchancen boten. Beim 1:0 konnte Ahmetaj eine Freistossflanke ungehindert ins Tor verlängern, beim 2:0 stand Notter goldrichtig, als er einen Weitschuss unmarkiert vor Schwegler entscheidend ablenkte.
«Ich weiss bald nicht mehr, was sich sagen soll. Es sind immer wieder die stehenden Bälle, die bei uns zu Gegentoren führen», ärgerte sich Sven Christ. In der Tat hat das schwache Abwehrverhalten die Schötzer mehrfach um wichtige Punkte gebracht. Die Partie gegen Rapperswil war das letzte Glied einer Kette von vermeidbaren Niederlagen wie im Startspiel gegen St. Gallen, gegen Zug 94 oder auch gegen Mendrisio-Stabio. Und diese fehlenden Punkte auf dem Konto haben zur Folge, dass die Schötzer nicht wie angestrebt auf einem Spitzenplatz überwintern, sondern auf dem bescheidenen neunten Zwischenrang. Mit bereits acht und mehr Zählern Rückstand auf das Spitzentrio Chiasso, Baden und Rapperswil-Jona wird das Vorhaben im Frühjahr nicht leicht, nochmals ganz vorne Anschluss zu finden. Dabei dürfte nur noch eine Erfolgsserie helfen, wie sie der samstägliche Gegner nach dem missratenen Saisonstart mit zuletzt elf Spielen ohne Niederlage hingelegt hat.
Mit solchen Gedanken wollte sich der Schötzer Trainer aber nach dem 0:2 im letzten Heimspiel nicht beschäftigen. «Ich bin einfach froh, dass die Vorrunde jetzt zu Ende ist», sagte Sven Christ. Im neuen Jahr hat er im Januar und Februar zwei Monate Zeit, die Mängel auszumerzen, damit die Spiele im Frühjahr wieder vermehrt für die Schötzer laufen. Und dies wäre auch mit Blick auf die hinteren Tabellenpositionen von Vorteil. Zwar wäre es verfehlt, jetzt bereits unruhig zu werden, weil der Vorsprung auf den Strich bis auf sechs Zähler zusammengeschmolzen ist. Denn trotz der mageren Punkteausbeute gehören die Schötzer mit ihrer Substanz zweifellos ins vordere Tabellendrittel der Gruppe 3. Die Mannschaft tut aber gut daran, im Frühling die Weichen schnell richtig zu stellen, um die Gefahr einer Negativspirale gar nicht aufkommen zu lassen.
Verbessern müssen sich die Schötzer nicht nur im defensiven Verhalten. Im Abschluss – das hat das letzte Spiel nochmals ganz klar aufgezeigt – fehlt dem Team im Moment ein «Knipser». Die Ausbeute von Topskorer Michael Koch mit elf Treffern kann sich zwar sehen lassen, daneben konnte sich aber kein anderer Spieler aus der Offensivabteilung als treffsicherer Wert etablieren. Dominic Castelli macht zwar vieles richtig und kommt auch immer wieder zu Chancen, doch häufig fehlt seinen Abschlüssen der letzte Druck. So hätte er beispielsweise gegen Rapperswil mit härteren Torschüssen und etwas mehr Präzision nach dem 1:0 und dem 2:0 jeweils einen Treffer machen können, ja müssen. André Grüter ist hinter der Spitze eher torgefährlicher als wie in den letzten Partien ganz vorne. Und der junge David Studer hat durchaus Qualitäten, braucht aber noch etwas Zeit. Die Quote von 26 Toren aus 17 Spielen ist zweifellos ungenügend. Bei der Torproduktion muss deshalb in der zweiten Saisonhälfte eine massive Steigerung erfolgen.
Die Schötzer nehmen die Vorbereitung im neuen Jahr nach einem Skiweekend wieder auf. Danach steht bereits Mitte Januar ein erstes Testspiel gegen Super-League-Schlusslicht FC Aarau auf dem Programm. Im Februar geht es dann in ein viertägiges Trainingslager an den Gardasee, ehe am 6./7. März mit dem Auswärtsspiel bei Chur 97 die zweite Saisonhälfte in der 1. Liga beginnt.
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Schötz – Rapperswil-Jona 0:2 (0:2). Wissenhusen. – 300 Zuschauer. – SR Zogaj. – Tore: 24. Ahmetaj 0:1. 42. Notter 0:2. – Schötz: Schwegler; Berisha, Felber, Bolliger, Fernandez; Nikaj (81. Studer), Gjuraj (63. Karajcic); Castelli, Curic, Koch; Grüter. – Rapperswil-Jona: Diethelm; Caroli, Gjokaj, Sallauka, Wiki; Vujo Gavric, Notter (69. Imhof), Zuffi, Ahmetaj; Aleksander Gavric (79. Zwahlen), Sadiku. – Bemerkungen: Schötz ohne Peter und Bisevac (beide abwesend). Rapperswil-Jona ohne Gojani und Nikolaj Gavric (beide gesperrt) sowie Maric (verletzt).
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