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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 12. Runde: Schötz - Baden 0:3 (0:1)
Nur noch mittendrin

Die Hürde FC Baden war zu hoch: Die Schötzer scheiterten gegen die cleveren Gäste mit 0:3, auch wenn das Verdikt letztlich zu deutlich ausgefallen war. Damit ist der FCS nun vorerst ins Mittelfeld zurückgefallen.

at. Sven Christ hatte die Woche mit den beiden Spielen gegen Tuggen und Baden als «richtungsweisend» bezeichnet. Am Samstag, kurz vor 18.00, mussten der Schötzer Trainer und seine Mannschaft enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass die Perspektiven nicht mehr so verheissungsvoll sind, wie noch vor einem Monat. Warum dem so ist, zeigt ein kurzer Blick auf die Statistik: Vor dem Cupduell gegen den FCL resultierten aus sechs Spielen stattliche zwölf Punkte, danach gab es aus den folgenden sechs Partien gerade noch sechs Zähler. Diese punktemässige Flaute wirkte sich auch auf die Tabelle aus: Die Schötzer liegen nach Verlustpunkten nun bereits neun Einheiten hinter dem Spitzenduo Baden und Chiasso und andererseits noch acht Zähler über dem unteren Strich. Nur noch mittendrin, statt vorne dabei – so lässt sich die Schötzer Situation gut einen Monat vor Ende der ersten Saisonhälfte zusammenfassen.

Den Schötzer Spielern mangelnden Willen oder zu wenig Engagement vorzuwerfen, wäre völlig verfehlt. Daran liegt es ganz sicher nicht. Andererseits wäre es aber auch nicht richtig, ausschliesslich von mangelndem Glück zu sprechen. Was den Schötzern im Moment einfach klar abgeht, ist die Cleverness und die Effizienz. Aufwand und Ertrag stehen in einem krassen Missverhältnis.   Beste Beispiele dafür lieferten die beiden letzten Spiele. In Tuggen reichten eine klare spielerische Dominanz und ein klares Chancenplus wegen fehlender Effizienz nur gerade zu einem Zähler. Gegen Baden andererseits machte insbesondere die Cleverness den Unterschied aus. Die Gäste mussten nur auf die Fehler und die Aussetzter der Schötzer warten und diese dann konsequent nutzen. So verwertete der starke Tarone einen ungeschickt verschuldeten Freistoss aus 20 Metern zum 1:0 (33.). Und als sich Curic später zu zwei völlig unnötigen Frustfouls innerhalb weniger Minuten hinreissen liess, was ihm die gelb-rote Karte eintrug (72.), spielte Baden die Überzahl geschickt aus und traf in der Schlussphase bei zwei perfekt gespielten Kontern gar noch zum 2:0 und 3:0.

Damit beraubten sich die Schötzer gleich selber der Chance auf eine Wende. Denn nach einer durchzogenen ersten Hälfte, in der das Team von Sven Christ den direkten Zug aufs Tor ganz klar vermissen liess, war die Steigerung nach dem Seitenwechsel offensichtlich. Jetzt wurde plötzlich schneller und zielstrebiger nach vorne gespielt. Baden wirkte vor allem defensiv nun sofort nicht mehr so sattelfest wie noch zuvor. Doch Koch (51.) verpasste nach herrlicher Vorarbeit von Curic und Peter mit einem fahrigen Abschluss das 1:1 ebenso wie später Grüter, der eine Bolliger-Freistossflanke nicht mehr richtig ablenken konnte, so dass der Ball vom Pfosten ins Feld zurücksprang (68.). Baden wankte, profitierte in dieser kritischen Phase dann aber vom Platzverweis gegen Curic, was den Gästen wieder ermöglichte, die Kontrolle des Spiels zu übernehmen und schliesslich die zwei entscheidenden Treffer (82./94.) zu setzen.

Das Hauptproblem bei den Schötzern liegt im Moment beim Toreschiessen. Nur sieben Treffer glückten in den letzten sechs Spielen – zu wenig für ein Team mit Ambitionen. Gegen Baden war offensichtlich, dass Castelli als einziger Spitze die Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlte. Curic und auch Gjuraj rückten auf den beiden zentralen offensiven Positionen nicht energisch genug nach. Und auch auf den Aussenpositionen konnten Koch und Peter weniger Akzente setzten als in anderen Partien zuvor. Das lag aber auch daran, dass die Bälle vor allem vor der Pause viel zu häufig quer statt in die Tiefe gespielt wurden.   Für Trainer Sven Christ geht es in dieser Woche darum, diese Mängel schnell zu beheben und darauf zu achten, dass sein Team trotz des Rückschlages auch im Kopf den Fokus auf die angestrebten Ziele nicht verliert. Mit einer Siegesserie bis zur Winterpause könnte sich die Ausgangslage rasch wieder positiv verändern. Doch damit müssen die Schötzer jetzt schon am Freitag (20.00, Gersag) im Derby in Emmenbrücke beginnen.

Schötz - Baden 0:3 (0:1). Wissenhusen. - 300 Zuschauer. - SR Stomeo. - Tore: 33. Tarone 0:1. 82. Thagaj 0:2. 94. Tarone 0:3. - Schötz: Schwegler; Berisha, Grüter, Bolliger, Fernandez; Nikaj; Peter, Gjuraj (72. Studer), Curic, Koch (86. Karajcic); Castelli (55. Aiello). - Baden: Schneider; Scherer, Lanz, Negrinelli, Markaj; Papastergios, Albert Laski (60. Ponte), Tarone, Tastemel; Kovacevic (82. Previtali), Rapisardi. - Bemerkungen: Schötz ohne Felber (verletzt). 21. Postenschuss Rapisardi. 69. Freistoss von Bolliger an den Pfosten. 72. Platzverweis Curic (gelb-rot).