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at. Nach dem Cup-Festspiel herrschte am Samstag gegen Zofingen wieder fussballerischer Alltag auf Wissenhusen. Nicht nur die Zuschauerzahl mit 250 statt 3750, auch der spielerische Gehalt und die Intensität der Partie lagen deutlich unter dem Niveau beim Cupduell gegen den FCL. Eine Stunde lang war das, was auf dem Rasen abging, der schwächste Auftritt in der laufenden Saison. Durchs Band wirkten die Schötzer unkonzentriert, uninspiriert und ungenau. Auch wenn Trainer und Coach das Team vorher im Kopf wieder auf den 1.-Liga-Alltag vorzubereiten versucht hatten, der Cup schien vor allem mental doch viel Kraft gekostet zu haben. Es fehlte bei den Schötzern irgendwie die Spielfreude, die geistige Frische und lange Zeit auch der letzte Erfolgswille. Und nicht den gewünschten Effekt erzielten auch die Umstellungen in der Startformation mit Karajcic für Curic und Gjuraj für Nikaj. Für die beiden war die Aufgabe in einer Mannschaft, die insgesamt nicht das gewohnte Leistungsvermögen erreichte, allerdings auch nicht einfach.
Lanciert wurde die zuvor über weite Strecken langweilige und bezüglich Torszenen sehr ereignisarme Partie erst in der 61. Minute. Augenblicke, nachdem Roger Felber verletzungsbedingt ausgeschieden war, riskierte Zofingens trickreicher Stürmer Bem einen Schuss aus knapp 25 Metern, der abgefälscht als Bogenball über Schwegler hinweg in der hohen Torecke landete. «Es sah in diesem Moment sehr gut aus für uns», erklärte Zofingens Trainer Peter Schädler, «und wenn wir dieses 1:0 etwas länger hätten verteidigen können, wäre die Aufgabe für Schötz wohl immer schwieriger geworden.» Dieses 0:1 hatte die Gastgeber aber aus ihrer Lethargie befreit, und nur zwei Minuten später konnte Castelli vom früheren FCZ-Brasilianer Sant Anna im Strafraum von hinten nur noch regelwidrig am Abschluss gehindert werden. Penalty und die rote Karte für den Verteidiger lautete das Verdikt von Schiedsrichter Omerovic. Doch das Penaltyschiessen ist diese Saison nicht die Stärke der Schötzer: Nach Bolliger (gegen Mendrisio) und Fernandez (gegen Zug 94) war diesmal auch Koch aus elf Metern nicht erfolgreich, denn Crespo spekulierte richtig und hielt den Ball.
Doch viel Zeit, sich zu ägern, blieb Koch nicht: Beim nächsten Schötzer Angriff nur eine Minute später lag der Ball wieder einschussbereit vor ihm, und diesmal liess er Crespo mit einem trockenen Schuss zum 1:1 keine Chance. «Wie wir in der ersten Stunde gespielt haben, hat mir natürlich nicht gefallen», bilanzierte Sven Christ, «doch wie wir auf den Rückstand reagiert haben, war sehr gut.» Nach dem Ausgleich dominierten die Schötzer die Partie in Überzahl dann klar. Doch das erlösende 2:1 blieb aus, weil Koch mit einer Volleyabnahme (74.), Peter mit einem zu hoch angesetzen Schuss (86.) und auch Curic nach einem Rückpass (90.) den Ball aus sehr guten Abschlusspositionen nicht im Zofinger Tor unterbringen konnten. Somit blieb es am Ende – wie so häufig bei den Duellen Schötz gegen Zofingen in den letzten Jahren – bei einer letztlich gerechten Punkteteilung.
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Schötz – Zofingen 1:1 (0:0). Wissenhusen. – 250 Zuschauer. – SR Omerovic. – Tore: 61. Bem 0:1. 65. Koch 1:1. – Schötz: Schwegler; Berisha, Felber (60. Studer), Bolliger, Fernandez; Peter, Grüter, Gjuraj (70. Nikaj), Karajcic (46. Curic); Koch, Castelli. – Zofingen: Crespo; Lino Zobrist (46. Karaboga), Lopes, Sant Anna. Da Silva; Manuel Zobrist, Andelic (26. Perri), Mjatovic, Diaz; Kleber, Bem (75. Mior). – Bemerkungen: 64. Platzverweis Sant Anna (Notbremse). 64. Crespo hält Foulpenalty von Koch.
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