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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 5. Runde: Schötz - Biaschesi 2:0 (0:0)
Zurück in der Spitzengruppe

Mit einem ungefährdeten 2:0-Sieg über Biaschesi arbeiteten sich die Schötzer in der Tabelle wieder ins vorderste Drittel vor. Damit kann das Team von Sven Christ auf einen erfreulichen ersten Monat zurückblicken.

at. Innert vier Tagen die richtigen Lehren aus einer Niederlage ziehen, das fällt nicht immer einfach. Doch genau das gelang den Schötzern beim 2:0-Heimsieg gegen Biaschesi. Die Partie am Samstag verlief fast identisch wie das Derby unter der Woche in Zug. Nach einer eher vorsichtig geführten und torlosen ersten Halbzeit konnte das Team von Sven Christ abermals nach der Pause zusetzen. Und erneut resultierte daraus auf zwingende Art der Führungstreffer. Der auf der linken Seite sehenswert freigespielte Koch zog mit dem Ball am Fuss einwärts, liess noch einen Gegenspieler aussteigen und schlenzte den Ball unhaltbar flach in die hintere Torecke. Im Gegensatz zum 1:2 bei Zug 94 spielten die Schötzer diesmal aber so diszipliniert und konzentriert weiter, dass die Tessiner nach dem 1:0 zu keiner klaren Torchance mehr kamen. Weil Koch, der torgefährlichste Spieler auf dem Platz, mit seinen harten Schüssen jedoch mehrmals am glänzend haltenden Consoli scheiterte, dauerte es bis zur 84. Minute, bis der erlösende zweite Treffer fiel. Dabei vollendete Joker Karajcic einen direkt vorgetragenen Angriff über Peter, Curic und Gjuraj mittels Kopfball zum verdienten 2:0-Schlussresultat.

«Es war in der ersten Halbzeit ein Geduldspiel», erklärte Luigj Nikaj nach dem dritten Sieg im fünften Spiel. «Wichtig war, dass wir ohne Gegentor blieben. Danach bekamen wir den Gegner immer besser in den Griff», freute sich der routinierte Mittelfeldspieler, der abermals mit seiner Ruhe am Ball und seinem guten Positionsspiel beeindruckte. Auch er zeigte sich sehr froh über das wichtige Erfolgserlebnis im siebten Pflichtspiel in nur 30 Tagen. «Das Programm zu Beginn dieser Saison war happig und ist in den Beinen auch zu spüren. Doch wenn man gut und erfolgreich spielt», betonte Nikaj, «geht die Müdigkeit auch schnell wieder weg.»

Tatsächlich fällt die Schötzer Zwischenbilanz nach dem ersten Monat sehr positiv aus. Im Cup erfüllte die Mannschaft mit zwei Heimsiegen die Pflicht, was mit dem Traumlos FC Luzern belohnt wurde. Und auch in der Meisterschaft enttäuschte das Team von Sven Christ in keinem der fünf Spiele. Dass es trotzdem zwei unnötige Niederlagen absetzte, lag an der ungenügenden Effizienz und der fehlenden Cleverness in einzelnen Situationen, dem einzigen Manko bisher. Dem neuen Trainer darf jedoch attestiert werden, dass er einen sehr geflegten, attraktiven und variantenreichen Fussball spielen lässt. Davon zeugen beispielsweise auch die drei Treffer der Schötzer in den letzten beiden Spielen, die alle aus wirklich herrlichen Kombinationen resultierten. Es macht Spass, dem Team zuzuschauen.

Von den neuen Kräften hat sich bisher ein Quartett in die Mannschaft gespielt. Dany Bolliger ist der erhoffte solide Wert im Abwehrzentrum, der auch mit guter Angriffsauslösung gefällt. Auf der rechten Aussenbahn hat der schnelle Patrick Peter mit seinen offensiven Qualitäten die Erwartungen mehr als erfüllt. Und im Sturm sind der wendige David Studer und der technisch sehr beschlagene Dominic Castelli viel unterwegs und legen die Bälle auch immer wieder gut ab. Während Studer bereits einige wichtige Treffer gelangen, dürfte Castelli den Torabschluss aber noch konsequenter anstreben. Dass die Neuverpflichtungen derart schnell Tritt fassen und sich integrieren konnten, lag aber auch an der guten Verfassung der bewährten Kräfte wie Schwegler, Felber, Berisha, Fernandez, Nikaj, Grüter, Curic und Koch. Trotz nur kurzer Sommerpause kamen sie erfreulich schnell wieder auf Touren.  

Die Perspektiven sind folglich viel versprechend: Können die Schötzer das derzeitige Niveau halten, darf man sich noch auf zahlreiche attraktive Spiele freuen.

Schötz - Biaschesi 2:0 (0:0). Wissenhusen. - 300 Zuschauer. - SR Page. - Tore: 57. Koch 1:0. 84. Karajcic 2:0. - Schötz: Schwegler; Berisha, Felber, Bolliger, Fernandez; Peter (90. Dahinden), Curic, Nikaj, Koch; Studer (62. Gjuraj), Castelli (77. Karajcic). - Biaschesi: Consoli; Shemsedin (22. Loiero), Gobba, Zaccardelli, Pellegrini; Locatelli (80. Selotto), Marchesano, Ghiani (54. Zubcic), Lamanna; Batlak, Burla. - Bermerkungen: Schötz ohne Grüter (gesperrt) und Aiello (verletzt). 48. Consoli lenkt Lobball von Koch an die Latte.