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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


Cup, 2. Vorrunde der 1. Liga: Schötz - Old Boys 2:1 (0:0)
Diesmal dank kämpferischen Tugenden

Der FC Schötz steht wie schon im Vorjahr in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups. Das 2:1 gegen Old Boys verdienten sich die Schötzer diesmal weniger mit spielerischen als mit kämpferischen Mitteln.

at. Es war keine einfache Aufgabe, die es von den Schötzern am Samstag gegen Old Boys zu lösen galt. Gefordert war eine schnelle Reaktion auf die 0:2-Startniederlage in der 1. Liga, es ging um die Qualifikation für die erste Cup-Hauptrunde, es wartete ein sehr defensiv eingestellter Gegner und es herrschten mit der enormen Hitze von über 35 Grad beim Anpfiff um 16.00 spezielle Bedingungen. 

«Wer bei diesen Temperaturen das Spiel machen muss, hat es nicht einfach», erklärte FCS-Trainer Sven Christ später die verhaltene und wenig intensive erste Halbzeit seines Teams. Erst in der 44. Minute waren die Schötzer durch Castelli, der aber zu lange zögerte, zu einer respektablen Torchance gekommen. Zuvor hatten sie spielerisch kein Rezept gefunden, die massierte Abwehr des Gegners in Schwierigkeiten zu bringen. Wichtig war deshalb, dass die defensive Leistung der Gastgeber stimmte, so dass auch die Basler vor der Pause nur durch Mulaj (39.) einmal gefährlich vor Schwegler auftauchten.

So schleppend die erste Halbzeit verlaufen war, so fulminant verlief der Auftakt nach dem Seitenwechsel. Kaum angespielt, setzte sich Peter auf der rechten Seite durch. Seine flache Hereingabe landete am zweiten Pfosten bei Koch, der in der 47. Minute souverän die Schötzer Führung realisierte. Dieses 1:0 bedeutete allerdings nur eine Erlösung von kurzer Dauer. Keine fünf Minuten später konnte Schwegler gegen den Ex-Schötzer Ndong zwar noch reflexschnell parieren, doch der Nachschuss von Jeray fand auf glückliche Art und Weise den Weg über die Linie. Die Gastgeber verdauten diesen Rückschlag erstaunlich schnell. Sie blieben weiter aktiv, suchten den zweiten Treffer und wurden bereits vor Ablauf der ersten Stunde belohnt: Grüter spielte mit einem raffinierten Zuspiel Studer frei, der junge Stürmer schlenzte den Ball aus 14 Metern gekonnt zum 2:1 ins Tor.

Nach dieser attraktiven Viertelstunde brach wieder die Zeit des Taktierens an. Die Schötzer dosierten das Risiko spürbar, die Gäste andererseits wollten noch nicht öffnen und verfügten offfensichtlich auch nicht über die Mittel, um den Gegner unter Dauerdruck zu setzen. So mussten die Gastgeber in der Schlussphase nur noch zweimal ernsthaft zittern. Zuerst zögerte Ndong nach einem Stellungsfehler der FCS-Abwehr zu lange, so dass sein Schuss irgendwie noch an den Pfosten abgelenkt werden konnte (77.). Und in der Nachspielzeit prallte ein unnötig verschuldeter Freistoss, der von Zenhäusern getreten wurde, aus 18 Metern von der Latte ins Feld zurück. Mit Glück blieb den Schötzern somit eine neuerliche Verlängerung erspart.

«In den ersten beiden Partien zeigten wir spielerisch eine gute Leistung. Diesmal haben wir primär mit einer kämpferischen Einstellung überzeugt», äusserte sich Sven Christ nach dem Spiel erleichtert über das Weiterkommen. Für die Zukunft ist diese Erkenntnis für den Schötzer Trainer zweifellos erfreulich, sind doch im Laufe der Saison mehrheitlich enge Spiele zu warten, die in erster Linie mit Tugenden wie Kampf und Siegeswille entschieden werden. 

Die Auslosung der ersten Hauptrunde, bei der auch die Klubs der Super League in den Cup eingreifen, findet am Freitag in Cham statt. Die Spiele werden am 19./20. September ausgetragen.

In den nächsten Wochen hat für das Team von Sven Christ jetzt die Meisterschaft Prioriät. Dort gilt es auf den missglückten Start beim 0:2 gegen St. Gallen U21 zu reagieren. Im zweiten Saisonspiel treffen die Schötzer am kommenden Samstag, 16.00, auswärts auf Rapperswil-Jona, ehe eine Woche später das nächste Heimspiel gegen Chur 97 ansteht. 

Schötz – Old Boys 2:1 (0:0). – Wissenhusen. – 250 Zuschauer. – SR Schärer. – Tore: 47. Koch 1:0. 52. Jeray 1:1. 59. Studer 2:1. – Schötz: Schwegler; Berisha, Felber, Bolliger, Fernandez; Koch, Nikaj, Grüter (90. Dahinden), Peter; Castelli (81. Karajcic), Studer (61. Curic). – Old Boys: Stocker; Leuthard, Guarda, Gloor, Jeray; Ndong (79. Brändli), Schüpbach; Yagimli, Zenhäusern, Borer (61. Jenni); Mulaj. – Bemerkungen: Schötz ohne Aiello (verletzt) und Gjuraj (noch nicht qualifiziert). 77. Schuss von Ndong wird an den Pfosten abgelenkt. 91. Freistoss von Zenhäusern an die Latte.