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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


Aufstiegsrunde, Hinspiel, 1. Runde: Schötz - Etoile Carouge 1:0 (0:0)
Traumtor lässt die Schötzer hoffen

Die Schötzer Chancen, die erste Runde der Qualifikation zur Challenge League zu überstehen, sind nach dem Hinspiel intakt. Dies dank eines verdienten 1:0-Erfolgs vor 1400 Zuschauern gegen Etoile Carouge.

  at. «Vorteil Schötz, aber längst noch keine Vorentscheidung» – so lautete das einhellige Fazit der beiden Trainer nach dem Schötzer 1:0-Sieg Hinspiel der ersten Aufstiegsrunde. Während sich Willy Neuenschwander über «einen guten Auftritt mit einer klaren Steigerung nach der Pause» seines Teams freute, gab sich Carouge-Trainer Alexandre Morisod kämpferisch: «Schötz hat eine starke Mannschaft, dass wussten wir. Wir liegen zwar mit 0:1 zurück, doch nun haben wir am Samstag den Heimvorteil. Es ist in diesem Duell noch alles offen.»

«Zu Null spielen und mindestes einen Treffer erzielen» – so lautete die Strategie, die Neuenschwander für das erste Duell mit Etoile Carouge festgelegt hatte. Und es war bemerkenswert, wie die Schötzer diese Vorgabe ihres Trainers als Aussenseiter gegen eines der Topteams der 1. Liga am Mittwoch vor einer prächtigen Zuschauerkulisse auf Wissenhusen umsetzten – und zwar in zwei Etappen.

In der ersten Halbzeit verdienten sich die Schötzer keinen Schönheitspreis, sie bekamen den unbekannten Gegner nach einer kurzen Angewöhnungszeit aber gut in den Griff. Wie Carouge, das viel Ballbesitz hatte, aber eigentlich nur mit Freistössen für Gefahr sorgen konnte, setzten auch die Gastgeber in der Offensive zunächst kaum Akzente. So entwickelte sich rasch eine von der Taktik geprägte Partie, die arm an Höhepunkten war. Erst kurz vor der Pause kam beim Heimpublikum zweimal Stimmung auf. Zum Torjubel reichte es aber noch nicht, weil Aiellos Nachschuss im Fünfmeter-Raum noch abgeblockt wurde (41.) und Koch wenig später einen Ball aus günstiger Position weit über das Carouge-Tor schoss.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit legten die Schötzer dann aber ihre Zurückhaltung ab. Schon nach wenigen Sekunden verpasste Felber eine gefährliche Freistossflanke von Koch nur ganz knapp. Dies war so etwas wie die Initialzündung für eine offensivere Spielweise. Die Gastgeber strebten nun energischer die Führung an, mussten aber nach gut einer Stunde eine Schrecksekunde überstehen, als der eben erst eingewechselte Weber einen Kopfball nur Zentimeter neben das Tor von Schwegler setzte (63.). Doch dann folgte nur zwei Minuten später der grosse Auftritt von Lars Grüter und Curic. Wie sich diese beiden durch Carouges Abwehr kombinierten, bis Lars Grüter allein vor Ruiz nochmals für Curic auflegte, der nur noch zum umjubelten 1:0 ins leere Tor einschieben musste, verdiente das Prädikat Extraklasse.

Diese Führung ging mehr als in Ordnung. Schötz war längst aktiver und gefährlicher als Carouge, das nach der Pause kaum noch Azente setzen konnte. Und Schötz hätte später gar einen oder zwei Treffer mehr für das Rückspiel vorlegen können. Doch Curic, wiederum von Lars Grüter lanciert, scheiterte mit seinem Schuss an Ruiz (78.), ehe Fischer sich in der 87. Minute wuchtig durchtankte, den Ball aber an den Pfosten setzte. Der mit 12 Treffern beste Schötzer Torschütze der regulären Saison war übrigens erst um 20.00 aus der Polizeischule auf Wissenhusen eingetroffen.

«Es ist natürlich schade, dass uns das 2:0 nicht auch noch geglückt ist», sagte Lars Grüter nach der intensiven, spielerisch aber nicht überdurchschnittlichen Partie. «Trotzdem», glaubte er, «ist dieses 1:0 ein gutes Resultat. «Die erste Halbzeit war ein Abtasten, danach spielten wir besser. Das Rückspiel wird aber sicher keine leichte Aufgabe», analysierte Luigj Nikaj, der zusammen mit André Grüter ein zweikampfstarkes und ballsicheres Bollwerk vor der Abwehr gebildet hatte. Zuversichtlich gab sich schliesslich Ante Curic. «Wir können», betonte der Schötzer Siegtorschütze, «auch in Carouge gewinnen.»

Wie vor acht Jahren im Duell beim Aufstiegsrundenduell mit Concordia Basel steigen die Schötzer am Samstag (20.00) also mit einem 1:0-Vorsprung ins Rückspiel im Stade de la Fontenette in Carouge. Damals verhielten sich die Schötzer aber viel zu passiv und wollten primär nur das Resultat verwalten, was die Basler zu einem klaren 3:0-Heimsieg ausnutzen konnte. Diesen Fehler darf das Team am Samstag nicht begehen. Ziel muss es sein, wann immer es geht nach vorne zu spielen und wenn möglich einen Treffer zu erzielen. Finden die Schötzer im zweiten Spiel die richtige Mischung zwischen Taktieren und Agieren, ist ihnen das Weiterkommen gegen diesen guten, aber nicht unwiderstehlichen Gegner durchaus zuzutrauen.

Fan-Carfahrt ab 15.00 nach Genf

Für das Rückspiel am Samstag in Carouge (20.00, Fontenette) bietet der FC Schötz interessierten Anhängern eine spezielle Carreise an. Der Preis für die Fahrt ohne Matchticket beträgt 30 Franken. Die Abfahrt auf der Fussballanlage Wissenhusen erfolgt um 15.00. Anmeldungen bitte unter office@iseli-swiss.com oder zu Geschäftszeiten unter Telefon 041 984 00 60.

Schötz – Etoile Carouge 1:0 (0:0). Wissenhusen. – 1400 Zuschauer. – SR Zogaj. – Tor: 65. Curic 1:0. – Schötz: Schwegler; Berisha, Felber, Vifian (80. Michael Bättig), Fernandez; André Grüter, Nikaj; Aiello (56. Fischer), Curic, Lars Grüter (88. Thomas Grüter); Koch. – Etoile Carouge: Ruiz; Dalle Mulle, Quilez, Pereira, Pedretti; Aurajo (71. Sanches), Pisino, Dijoux, Manzolillo; Guijarot (63. Weber); Linares. – Bemerkungen: 87. Pfostenschuss Fischer.