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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 29. Runde: Münsingen - Schötz 2:0 (2:0)
Lustlos in die achte Niederlage

Ein schneller Doppelschlag von Münsingen bedeutete bereits die Entscheidung. Die Schötzer brachten danach den Willen nicht mehr auf, das Spiel noch zu wenden. Das 2:0 reichte den Bernern zum Klassenerhalt.

at. Es ist im Fussball immer so eine Sache, wenn es bei einer Mannschaft in einem Spiel einerseits um nichts mehr geht, und andererseits die wichtigste Phase der Saison noch bevorsteht. Um eine solche Partie handelte sich am Samstag für die Schötzer auf der Sandreutenen in Münsingen. Von Beginn weg fehlte den Gästen nicht nur die Spielfreude, sondern auch der letzte Biss, die letzte Konsequenz in den Zweikämpfen und insbesondere die letzte Konzentration. Und so kam es, wie es an solchen Tagen eben kommt: Münsingen, dass im Kampf um den Klassenerhalt dringend drei Punkte brauchte, trat wesentlich engagierter und entschlossener auf.

Geradezu typisch war deshalb die Entstehung des ersten Schötzer Gegentreffers. Nach knapp einer Viertelstunde vertändelte Fernandez im Strafraum leichtsinnig einen Ball und brachte danach seinen Gegenspieler völlig unnötig zu Fall – Gerber verwertete den Penalty zur schnellen Führung des Heimteams. Und damit nicht genug: Nur eine Minute später wurden die Münsinger beim nächsten Vorstoss über die Seite ungenügend gestört, Rüttimann konnte die Hereingabe in der Mitte ruhig annehmen und den Ball aus der Drehung zum 2:0 im Tor von Lüthi unterbringen. «Danach», erklärte Willy Neuenschwander später mit sarkastischem Unterton, «hätte der Schiedsrichter dieses Spiel eigentlich schon abpfeifen können. Wir waren nicht mehr in der Lage zu reagieren und Münsingen war froh, diesen Vorsprung in der Folge verteidigen zu können.»

In der Tat schienen die Schötzer mit ihren Gedanken bereits bei den Aufstiegsspielen zu sein. Oder irgendwo sonst, aber sicher nicht bei diesem Spiel in Münsingen. Ein abgeklärtes Topteam würde einen unter Druck stehenden Gegner wie Münsingen in einer solchen Partie anrennen lassen, hinten dicht halten und dann den einen oder anderen entscheidenden Gegenstoss setzen. Doch davon war das Neuenschwander-Team am Samstag weit enfernt. Die lustlosen Schötzer wirkten stattdessen defensiv anfällig und in der Offensive überaus harmlos. Das Spiel ohne Ball war praktisch inexistent und auch die Standardsituationen fielen erschreckend schwach aus. Auf einen Nenner gebracht: Es war ein Spiel, dass es schnell abzuhaken gilt. «Vielleicht», erklärte der enttäuschte Schötzer Trainer, «war dieser Denkzettel einfach nötig und wir zeigen uns im letzten Spiel gegen Emmenbrücke nochmals von einer besseren Seite.»

Einen positiven Aspekt fand Neuenschwander am Ende dieses tristen Schötzer Fussballtages aber trotzdem noch. «Wir haben keine dummen Karten geholt und sind auch von Verletzungen verschont geblieben. Wenigstens diese Vorgabe konnten wir heute umsetzen.» Viel war es wirklich nicht, mit dem sich der Trainer in dieser vorletzten Runde in der 1. Liga zufrieden geben musste.

Münsingen - Schötz 2:0 (2:0). Sandreutenen. – 300 Zuschauer. – SR Pache. – Tore: 14. Gerber 1:0 (Foulpenalty). 15. Rüttimann 2:0. – Münsingen: Müller; Probst, Strahm, Feuz, Kurz, Bütler; Zanni (76. Adeyemi), Gerber (63. Wyss), Suter, Mumenthaler, Rüttimann (78. Okal). – Schötz: Lüthi; Berisha, Curic, Vifan, Fernandez; André Grüter, Nikaj; Fischer (78. Koch, Lars Grüter, Aiello (59. Michael Bättig), Mendi (59. Felber). – Bemerkungen: Münsingen ohne Pascal Müller, Christen, Oppliger (alle verletzt), Picardi (abwesen). Schötz komplett