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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 28. Runde: Schötz - Zug 94 1:0 (0:0)
Später Schötzer Lucky Punch

Ein glückhafter Treffer von André Grüter in der 89. Minute bescherte den Schötzern gegen Zug 94 den 16. Saisonsieg. Weil es für beide Teams um nicht mehr sehr viel ging, erreichte die Partie nur ein bescheidenes Niveau.

at. André Grüter fand nach dem glücklichen Siegtor gegen Zug 94 die treffenden Worte. «Wer vorne ist, hat eben das nötige Glück, dass so ein Schuss reingeht», sagte der Schötzer Matchwinner mit einem Schmunzeln im Gesicht. In der Tat war sein Abschlussversuch in der 89. Minute aus 20 Metern zwar hart getreten, aber sicher nicht unhaltbar. Weil Zugs Goalie Alex Elsener den Ball bei seiner missglückten Abwehr jedoch über die Linie rollen liess, gab es für die Schötzer mit dem späten 1:0 doch noch ein Happy End.

Eine Punkteteilung, das muss fairerweise festgehalten werden, hätte dem Geschehen allerdings eher entsprochen. Dass beide Mannschaft physisch nicht am Limit spielten und sich einige Unkonzentriertheien wie Ungenauigkeiten erlaubten, lag auch daran, dass es beidseits nicht mehr um allzu viel ging. Die Schötzer hatten das Ticket für die Aufstiegsrunde bereits vor Wochenfrist gelöst, während die Zuger drei Runden vor Schluss ein komfortables Polster auf den unteren Strich besassen. Eine umstrittene Auseinandersetzung konnte somit auch nicht erwartet werden.

Die Schötzer, mit einigen Mutationen in der Startformation angetreten, hatten ihre besten Momente in der Offensive kurz vor und nach dem Seitenwechsel. Doch Mendi, der diesmal von Beginn weg spielte, zielte in der 45. Minute aus kurzer Distanz zu hoch, und auch Koch (48.) wie Aiello (50.) liessen beste Chancen ungenutzt, indem sie ihre Schüsse freistehend vor dem Tor knapp verzogen. «In dieser Phase», erklärte Schötz-Trainer Willy Neuenschwander, «hätten wir unbedingt ein oder zwei Tore vorlegen müssen.»

So plätscherte das Spiel weiter mehrheitlich ohne grosse spielerische Linie dahin, weil Zug 94 mit dem 0:0 gut leben konnte und die Schötzer den letzten Siegeswillen an diesem Tag vermissen liessen. Zudem hatten die Gastgeber in der 67. Minute grosses Glück, dass Mehicic bei einer der wenigen Zuger Offensivaktionen ein Blackout des Heimteams allein vor Schwegler nicht zum ersten Tor nutzen konnte. Für die nächste grössere Aufregung war dann das Wetter besorgt, da in der Schlussphase immer bedrohlichere Wolken aufzogen. Das schliesslich einsetzende Gewitter fiel innert Kürze so heftig aus, das Schiedsrichter Laurent Baeriswyl nach starken Blitzen nichts anderes übrig blieb, als beide Teams in der 79. Minute sicherheitshalber in die Kabine zu schicken. Nach der Wiederaufnahme der Partie eine Viertelstunde später schien alles auf ein 0:0 hinauszulaufen, bis André Grüter wie schon erwähnt der späte Lucky Punch gelang.

Es war Saisontreffer Nummer 61, der den 16. Schötzer Sieg im 28. Spiel möglich gemacht hatte. Damit baute das Neuenschwander-Team seine Erfolgsserie auf 16 Punkte aus den letzten 6 Partien aus. Ausstehend sind jetzt vor der am 3. Juni beginnenden Aufstiegsrunde noch die beiden Partien in Münsingen (Samstag, 16.00) und daheim gegen Emmenbrücke. Dabei dürfte vor allem das kommende Spiel im Berner Vorort noch einmal härter umkämpft sein, da Münsingen noch dringend Punkte braucht, um sich zu retten.

Schötz - Zug 94 1:0 (0:0). Wissenhusen. – 300 Zuschauer. – SR Baeriswyl. – Tor: 89. André Grüter 1:0. – Schötz: Schwegler; Thomas Grüter, Felber, Vifian, Fernandez; Nikaj (80. André Grüter), Curic; Michael Bättig (64. Lars Grüter), Koch (64. Fischer), Aiello; Mendi. – Zug 94: Elsener; Nussbaumer, Dacic, Kost, Schillig; Odermatt, Schnarwyler, Steiner, Mehicic; Lapenda, Palatucci. – Bemerkungen: Schötz komplett; Zug 94 ohne Briant, Lapcevic, De Napoli (alle verletzt), Izzo und Salatic (beide gesperrt). 79. Spielunterbruch für 15 Mintuen wegen Gewitterregen.