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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 25. Runde: Muttenz - Schötz 3:3 (2:2)
Zwei verschenkte Punkte

Wie schon in Zofingen erzielte der FC Schötz auch in Muttenz auswärts drei Treffer. Doch diesmal reichte diese Ausbeute nicht zum Sieg, weil sich die Gäste in der Defensive zu viele Aussetzer leisteten.

at. Der FC Schötz kommt der sportlichen Qualifikation für die Aufstiegsspiele immer näher – auch wenn die Leistungen im Moment nicht überragend sind. In Muttenz erwies sich das Team von Willy Neuenschwander zwar in der Offensive erneut als treffsicher, in der Defensive dagegen war die Anfälligkeit wiederum gross. Und diese mangelnde Stabilität ist schon in der gesamten zweiten Saisonhälfte der Hauptgrund, dass zu viele Punkte unnötig abgegeben werden müssen. Bereits 45 Gegentore haben die Schötzer nach 25 Spielen inzwischen zugelassen – von solider Defensivarbeit zeugt dieser Wert sicher nicht. Zuletzt in Zofingen waren die Schötzer nach einem 3:0-Vorsprung mit dem 3:2 schliesslich noch glimpflich davongekommen, in Muttenz reichten drei Treffer und eine zweimalige Führung diesmal aber nicht mehr zum Sieg.

Die schwache Schlussphase in Zofingen setzte sich auf dem Margelacker in Muttenz zunächst nahtlos fort, denn die Schötzer wirkten in der ersten halben Stunde in der Defensive wieder sehr unkonzentriert und fehleranfällig. Schon nach zehn Minuten holten die Gastgeber einen Foulpenalty heraus, den Sashivari zur schnellen Basler Führung verwerten konnte. Weil sich Muttenz bezüglich Abwehrverhalten aber ebenfalls keine Bestnoten verdiente, gelang den Schötzern zwischen der 16. und 18. Minute gleich ein Doppelschlag zum 2:1. Zuerst verwertete Lars Grüter einen Foulpenalty zum Ausgleich, ehe Karajcic gar der Führungstreffer glückte. Der 19-jährige Offensivspieler war zusammen mit dem zuletzt abwesenden Fischer und dem zuletzt gesperrten Berisha für das Trio Michael Bättig, Nikaj und Fernandez neu in die Startformation beordert worden.

Die Freude im Schötzer Lager über die erstmalige Führung sollte aber nicht allzu lange anhalten. Bereits in der 25. Minute hatte Muttenz den Gleichstand wieder hergestellt, als Gruel Nutzniesser von neuerlichen Nachlässigkeiten in der Hintermannschaft der Gäste war. «Die ersten 25 Minuten von uns waren in defensiver Hinsicht ganz einfach ungenügend», erklärte Schötz-Coach Sascha Birrer später bei der Aufarbeitung der Partie.   Als diese turbulente Startphase vorüber war, bekamen die beiden Abwehrreihen das Geschehen endlich etwas besser in den Griff. So hielt dieses 2:2 bis zur 63. Minute Bestand. Dann war es wiederum Lars Grüter, der die Schötzer mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend in Führung bringen konnte. Nun schienen alle Trümpfe bei den Schötzer zu liegen, da Muttenz erneut in Zugzwang war, was den Gästen wieder mehr Raum für ihre Angriffe verschaffte.

«Nach diesem 3:2 hatten wir mehrere erstklassige Chancen, das entscheidende vierte Tor zu erzielen. Dass wir keine dieser Gelegenheiten nutzen konnten, dafür wurden wir am Schluss noch bestraft», ärgerte sich Sascha Birrer. Dieses angesprochene 3:3 der Basler fiel in der 82. Minute, als Biancavilla mit seinem sehenswerten Schuss Lüthi im Schötzer Tor keine Chance liess. Dass das Neuenschwander-Team in der Schlussphase noch mit einem Mann mehr spielen konnte, wirkte sich resultatmässig nicht mehr aus. Die Siegsicherung in Muttenz hatten die Schötzer vor dem 3:3 verpasst.
     

Muttenz - Schötz 3:3 (2:2). – 150 Zuschauer. – SR Stomeo. – Tore: 10. Sashivari (Foulpenalty) 1:0. 16. Lars Grüter (Foulpenalty) 1:1. 18. Karajcic 1:2. 25. Gruel 2:2. 63. Lars Grüter 2:3. 82. Biancavilla 3:3. – Muttenz: Stalder; Tanner, Schüpbach, Akbulut, Zansrini (65. Biancavilla), Brescia, Sahinbay, Aebi, Gruel, Spallino (54. Jenni), Shashivari. – Schötz: Lüthi; Berisha, Felber, Vifian (46. Nikaj), Thomas Grüter; André Grüter, Curic; Fischer (62. Mendi), Karajcic (87. Bättig); Lars Grüter, Koch. – Bemerkungen: 84. Platzverweis Muttenz.