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at. War es Pech? War es mangelnde Konzentration? Oder war es gar Unvermögen? Den Schötzern fiel es nach dem aufregenden Spiel in Delémont schwer, den Grund zu finden, warum ein bereits sicher geglaubter Sieg nicht unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Nur über eines herrschte Konsens: Unglücklicher und unnötiger kann eine Mannschaft einen Erfolg fast nicht aus der Hand geben, wie die Geschichte der denkwürdigen Schlussphase zeigt.
Es liefen bereits die letzten Minuten, die Schötzer führten 3:1 und das ersehnte zweite Erfolgserlebnis schien bereits zum Greifen nahe, bis sich plötzlich aufregende Szenen abspielten. Szenen, die an die letzte Saison erinnerten, als die Hinterländer gegen Olten im Finish gar eine 3:0-Führung noch aus der Hand gegeben hatten. Die 89. Minute war schon angebrochen, als sich die Schötzer bei einem weiten Freistossball der Gastgeber aus der eigenen Platzhälfte heraus überraschen liessen, was Barbosa das 2:3-Anschlusstor ermöglichte. Nun wurde es hektisch. Die über 1000 Zuschauer erwachten wieder, der Gegner versuchte in der Nachspielzeit nochmals alles, setzte nach, schlug die Bälle in den Schötzer Strafraum – und hatte damit Erfolg. Pechvogel Roger Felber verlängerte einen dieser Bälle mit dem Kopf unglücklich zum 3:3 ins eigene Tor. Während die Spieler der SR Delémont feierten und ihr Glück kaum fassen konnten, schlichen die Gäste frustriert vom Rasen.
Doch so schwer die beiden verlorenen Punkte letztlich auch zu verdauen waren, so sehr machten die 89 Minuten zuvor auch Hoffnung, dass die Schötzer langsam aber sicher wieder in die alte Erfolgsspur zurückfinden. «Vor allem in der zweiten Halbzeit spielten wir dominant», erklärte Coach Sascha Birrer, «das war das mit Abstand beste Spiel, das wir in diesem Jahr gezeigt haben.» Schon vor der Pause hatten die Schötzer durch einen wuchtigen Schuss von Curic vorgelegt (16.), doch Sirufo gelang nur sechs Minuten später der Ausgleich. Je länger das Spiel aber dauerte, desto grösser wurde die Überlegenheit der Gäste. Die Schötzer wirkten in den Zweikämpfen viel entschlossener als noch in den Partien zuvor, zeigten sich spielfreudig, gefielen mit gelungenen Kombinationen und waren auch endlich wieder effizient. Aiello sorgte in der 72. Minute für die längste verdiente 2:1-Führung. Und Michael Bättig – von Lars Grüter schön freigespielt – erhöhte nur Augenblicke nach seiner Einwechslung allein vor Weber gar auf 3:1 (82.). Doch die Schötzer Souveränität hielt nicht bis zum Schluss. Das Tor zum 2:3 lancierte eine Partie unverhofft nochmals neu, die eigentlich gelaufen schien.
Dort, wo der Schuh bei den Schötzern im Moment noch am stärksten drückt, ist ganz klar die Stabilität in der Defensive. In Delémont kassierte das Team die Gegentore 15, 16 und 17 im neuen Jahr. Das erhöht die Quote für die ersten sechs Spiele auf fast drei Treffer im Schnitt. So wird es schwierig, Spiele zu gewinnen. Dazu passt auch das Fazit von Sascha Birrer: «Wer auswärts drei Tore schiesst, sollte eigentlich gewinnen. Doch uns hat am Schluss ganz einfach die Cleverness gefehlt.»
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Delémont – Schötz 3:3 (1:1). La Blancherie. – 1020 Zuschauer. – SR Cassiani. – Tore: 16. Curic 0:1. 22. Sirufo 1:1. 72. Aiello 1:2. 82. Michael Bättig 1:3. 89. Barbosa 2:3. 93. Eigentor Felber 3:3. – Delémont: Weber; Xhaqku, Kolar, Hamidou (79. Sarret), Ochs; Sirufo, Barbosa (79. Charmillot), Baudry, Rodriguez; Budimir, Gabriele. – Schötz: Schwegler; Berisha, Felber, Vifian, Fernandez; Nikaj, André Grüter; Aiello (79. Michael Bättig), Curic, Lars Grüter (82. Thomas Grüter); Fischer (67. Koch). – Bemerkungen: Schötz ohne Mendi (verletzt).
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