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at. Was ist nur los mit dem FC Schötz? Nach der souveränen Vorrunde mit 35 Punkten aus 16 Spielen präsentiert sich die Zwischenbilanz 2009 des Neuenschwander-Teams wesentlich unerfreulicher. Nur gerade 3 von 15 möglichen Zählern stehen nach dem 1:3 gegen Cham bis jetzt zusätzlich auf dem Konto. Eine mehr als magere Ausbeute, die nach der starken Vorbereitungsphase erstaunt, und die deshalb nach Ursachenforschung ruft. Ziemlich ratlos geben sich die Spieler, während der Trainer immerhin eine Antwort bereit hält. «Es fehlt vorne und hinten», lautet das knappe, aber vielsagende Statement von Willy Neuenschwander.
Dass es vorne nicht läuft, zeigen abermals die Zahlen. Fünf Spiele, fünf Tore – von der Ausbeute im Herbst sind die Schötzer zurzeit weit entfernt, von der damaligen Effizienz ebenfalls. Besonders bitter ist in diesem Zusammenhang, dass es nicht an erstklassigen Chancen mangelt, nur werden diese zum Teil kläglich vergeben. Martin Fischer beispielsweise rackert und läuft im Angriff vorbildlich, nur im Abschluss gelang ihm bisher mit Ausnahme des Siegtreffers gegen den FCL-Nachwuchs wenig bis gar nichts. Und auch Michael Koch hat nicht mehr jene Treffsicherheit aus der Vorrunde, das zeigt sich bei ihm besonders bei den Standards – das Traumtor in Basel zum 1:1 einmal ausgenommen. Zudem fehlt auch dem offensiven Mittelfeld in diesen Wochen ganz einfach die Überzeugung vor dem gegnerischen Tor, davon zeugen viel zu seltene oder dann zu zaghafte Abschlüsse.
Im Defensivverhalten sieht die Bilanz fast noch schlimmer aus. 14 Gegentore, als fast deren 3 pro Partie, sind der Wert eines Abstiegskandidaten, aber sicher nicht jener eines möglichen Aufstiegsrundenteilnehmers. Die mangelnde Stabilität nur mit den vielen verletzungsbedingten Umstellungen zu erklären, wäre nicht korrekt. Es fehlt am letzten Willen, einen Treffer um jeden Preis verhindern zu wollen. Das 0:2 gegen Cham war diesbezüglich abermals ein typisches Beispiel. Mit etwas mehr Entschlossenheit wäre dieses vorentscheidende Gegentor zu vermeiden gewesen.
«Wir hatten bisher die selben Probleme wie Schötz», betonte Cham-Stürmer Marinko Jurendic nach dem Spiel. «Weil der Ball vorne nicht rein wollte, fielen die Tore eben immer wieder hinten. Das war gegen Zofingen, Delémont und gegen Solothurn der Fall. Doch diesmal», freute sich der 31-Jährige, «haben wir es besser gemacht. Der Sieg ist dank unserer Effizienz sicher verdient.» In der Tat nutzte der Absteiger aus der Challenge League die wenigen Chancen im Stile eines Klasseteams. Sandro Marinis Lupfer zum 1:0 war eine Augenweide, beim 2:0 zeigte Marco Kottmann, wie man Erfolg hat, wenn man einen Ball wirklich ins Tor drücken will, und das 3:1 von Hofer war in Entstehung und Abschluss ebenfalls perfekt gespielt.
Die Schötzer stemmten sich nach einer insgesamt enttäuschenden ersten Halbzeit nach der Pause energischer gegen die Niederlage. Doch weder Fischer noch Koch schafften trotz besten Abschlussmöglichkeiten das wichtige, weil befreiende 1:1. Auch das 0:2 hätte noch nicht das Ende der Hoffnungen bedeuten müssen, wenn die Schötzer nach dem Penaltytreffer von Fernandez (77.) und dem Ausschluss von Elsener in Überzahl nicht gleich wieder mit 1:3 ins Hintertreffen geraten wären. Im Finish änderte sich schliesslich trotz eines Pfostenschusses von Berisha nichts mehr am enttäuschenden Resultat aus Schötzer Sicht.
Es tönt fast unglaublich, doch auch nach vier Niederlagen im neuen Jahr bleibt der Blick auf die Tabelle weiterhin erfreulich. Noch immer liegen die Schötzer vier Zähler vor dem ersten Verfolger Emmenbrücke und gar deren sieben vor Solothurn und Cham. Trotzdem tun die Spieler nun gut daran, nicht mehr nur vom Punktepolster zu zehren. Ein schnelles Schötzer Erfolgserlebnis täte dem Konto wie auch der angeschlagenen Seele gut – am besten schon am kommenden Sonntag (15.00) in Delémont.
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Schötz - Cham 1:3 (0:1). Wissenhusen. – 300 Zuschauer. – SR Walker. – Tore: 23. Marini 0:1. 68. Kottmann 0:2. 77. Fernandez (Foulpenalty) 1:2. 80. Hofer 1:3. – Schötz: Schwegler; Berisha, André Grüter, Vifian, Fernandez; Curic, Nikaj; Michael Bättig (46. Mendi), Lars Güter (71. Felber), Koch (83. Thomas Grüter); Fischer. – Cham: Würmli; Michael Budmiger (57. Jurendic), Mathis, Elsener, Sager; Hofer, Rogenmoser; Bösch, Marini (74. Stefan Budmiger), Kottmann; Jevremovic (84. Sandro Scherer). – Bemerkungen: Schötz ohne Aiello (verletzt); Cham ohne Reto Scherer (gesperrt). 77. Platzverweis Elsener (Gelb-Rot) wegen Notbremsefoul. 87. Pfostenschuss Berisha. Nicht mehr im Kader des FC Schötz figuriert Marcio Dias, der ab sofort für den SC Zofingen spielt.
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