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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 20. Runde: Luzern U21 - Schötz 1:2 (1:2)
Schötz wieder mit 7-Punkte-Polster

Im vierten Anlauf hat es mit dem ersten Sieg 2009 geklappt. Dank dem 2:1 beim FCL-Nachwuchs konnten die Schötzer zudem den dritten Platz festigen, weil die meisten Konkurrenten Punkte einbüssten.

at. «Das war wichtig, sehr wichtig sogar.» Für Trainer Willy Neuenschwander und seine Spieler war der Schlusspfiff am Samstag kurz vor 18 Uhr auf der Luzerner Allmend eine Erlösung. Und zwar nicht nur wegen der immer kälter werdenden Bise, die übers Leichtathletik-Stadion hinwegzog. 2:1 hatten die Schötzer gegen den FCL-Nachwuchs genommen und damit im vierten Spiel des neuen Jahres endlich die ersten Punkte eingefahren. Die Freude über das lang ersehnte erste Erfolgserlebnis war verständlich, hätte eine weitere Niederlage doch für neue Nervosität und Unsicherheit gesorgt.  

Den Grundstein zum 12. Saisonsieg im 20. Spiel legten die Schötzer mit einer erneut starken Leistung in den ersten 45 Minuten. Wie schon in Grenchen erarbeiteten sich die Gäste ein klares Chancenplus. Und wenn auch in Luzern die Effizienz noch immer einige Wünsche offen liess, so konnten diesmal immerhin zwei der herausgespielten Torgelegenheiten genutzt werden. Besonders wichtig war dabei, dass beide Treffer in überaus günstigen Momenten fielen. Schon nach zwei Minuten schob der von Nikaj herrlich freigespielte Lars Grüter den Ball überlegt an Kaufmann vorbei zum beruhigenden Führungstreffer ins Netz. Und als die offensiv zunächst ziemlich harmlosen Luzerner nach knapp einer halben Stunde ein Schötzer Missverständnis auf der linken Abwehrseite durch Munsy und Siegrist zum überraschenden 1:1 nutzten, dauerte deren Freude über den Ausgleich nur sechs Minuten. Dann wuchtete Fischer einen von Aiello scharf getretenen Eckball mittels Kopfball aus kurzer Distanz zur neuerlichen Führung ins Tor. «Das wir noch vor der Pause wieder vorlegen konnten, war natürlich ideal», hielt später bei der Aufarbeitung der Partie auch der Schötzer Trainer fest.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Dass die Schötzer das Spieldiktat allmählich aus der Hand gaben, hatte zwei Gründe. Einerseits begannen sie die Strapazen des Grenchen-Spiels zu spüren, andererseits wollten sie mit dem knappen Vorsprung im Rücken auch nicht mehr allzu viel riskieren. «Wenn man dreimal in Folge verloren hat, fehlt einfach noch das Selbstvertrauen und die Sicherheit, ein solches Spiel sicher nach Hause zu bringen. Zudem spürten wir sicher auch das Mittwoch-Spiel noch», zeigte Willy Neuenschwander für das Nachlassen seines Teams ein gewisses Verständnis. Weil Goalie Martin Schwegler nach einer Stunde gegen den robusten und schnellen Munsy den möglichen Ausgleich verhinderte, und weil die Luzerner in der Offensive sonst trotz den grösseren Spielanteilen nur selten wirklich gefährlich wurden, brachten die Schötzer das 2:1 zwar nicht souverän, aber auch nicht mit letzter Not über die Zeit.

Da von den Teams in der vorderen Tabellenhälfte neben dem weiterhin gross auftrumpfenden Leader Basel U21 und Schötz nur noch Solothurn gewinnen konnte, beträgt das Polster des Neuenschwander-Teams auf die ersten Verfolger Emmenbrücke und Solothurn zehn Runden vor Schluss jetzt sieben Punkte. Der Schötzer Trainer ist sich der guten Ausgangslage bewusst, warnt aber weiterhin vor Euphorie. «Die Gruppe», sagt er, «ist unglaublich ausgeglichen, das zeigen die Resultate Woche für Woche. Deshalb ist noch ein weiter Weg für uns, da machen wir uns nichts vor.» Und mit Cham (h), Delémont (a) und Solothurn (h) stehen nur schon bis Ostern wieder drei nicht leicht zu lösende Aufgaben für die Schötzer an.

Luzern U21 – Schötz 1:2 (1:2). Leichtathletikstadion Allmend. – 250 Zuschauer. – SR Jenzer. – Tore: 2. Lars Grüter 0:1. 27. Siegrist 1:1. 33. Fischer 1:2. – Luzern: Kaufmann; Lambert, Stadelmann, Urtic, Allou (83. Chevrolet); Pacar (70. Boussaha), Fellmann, Etter (46. Bento), Mehidic; Siegrist, Munsy. – Schötz: Schwegler; Berisha, André Grüter, Vifian, Fernandez; Nikaj, Curic; Aiello (75. Koch), Lars Grüter, Bättig (83. Thomas Grüter); Fischer (89. Mendi). – Bemerkungen: Schötz ohne Felber (verletzt) sowie Winiger (kehrt per sofort zum FC Hochdorf zurück).