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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 19. Runde: Schötz - Olten 0:3 (0:1)
Zweiter Dämpfer der bitteren Art

Nach dem 2:5 gegen Leader Basel U21 setzte es nun daheim ein 0:3 gegen Schlusslicht Olten ab: Der Start in die zweite Saisonhälfte ist den Schötzern gründlich missraten.

at. Dass sich Szenarien wiederholen, wenn man zuerst gegen den Leader und nur eine Woche später gegen das Schlusslicht spielt, ist in der Regel ausgeschlossen. Doch als im Spiel gegen den FC Olten auf Wissenhusen in der zweiten Halbzeit die Zeit auf der Matchuhr unerbittlich gegen die Schötzer lief, war das, was sich auf dem noch braunen Rasen abspielte, für viele Zuschauer ein Déjà-vu. Wie schon in Basel lag das Neuenschwander-Team kurz nach der Pause mit zwei Toren zurück. Und wie schon vor Wochenfrist fehlten dem Schötzer Spiel die Ideen, die Präzision, die Überzeugung und vor allem der nötige Power, um noch einmal eine Wende herbeiführen zu können. Vielmehr waren es die wesentlich entschlosseneren Gäste, die in der Nachspielzeit gar noch auf 3:0 erhöhten.

Vielleicht wäre noch ein Punktgewinn möglich gewesen, wenn Fischer in der 69. Minute nicht am glänzenden reagierenden Ex-Schötzer Gashi im Oltener Tor gescheitert wäre. Oder wenn Curic seinen Kopfball (83.) aus kurzer Distanz erfolgreich abgeschlossen hätte. Doch damit sind die beiden einzigen nennenswerten Schötzer Chancen nach dem 0:2 bereits aufgezählt. Das Bemühen konnte dem Heimteam zwar nicht abgesprochen werden. Für ein Team, das in die Aufstiegsrunde will, fiel die Reaktion auf den Rückstand – gegen das Schlusslicht notabene – ingesamt aber doch enttäuschend und bescheiden aus.

«Von uns kam nach dem 0:2 viel zu wenig», sparte auch Willy Neuenschwander nicht mit Kritik. Bei der Suche nach Gründen für die neuerliche Niederlage musste der Schötzer Trainer eingestehen, dass sein Team wie schon in Basel einen stumpfen Eindruck hinterlassen hatte. «In der Vorbereitung war die Spritzigkeit da, jetzt fehlt uns dieses wichtige Element, das ist offensichtlich», erklärte Neuenschwander. Einen weiteren Faktor für den verpatzten Auftakt ortete er in den defensiven Mängeln. «Acht Gegentore in zwei Spielen, damit kann man nichts gewinnen», bemerkte er. Zudem stimmten ihn auch der Zeitpunkt und die Entstehung der Gegentore nachdenklich: «Da müssen wir nach einem Abstimmungsfehler kurz vor der Halbzeit das 0:1 einstecken, nehmen uns in der Pause viel vor, kommen wieder heraus und kassieren nach 55 Sekunden gleich das 0:2, weil der Gegner mit dem Ball ungestört bis an den Strafraum laufen und abziehen kann. Das kann und darf uns nicht passieren. Und so», schloss er sein Fazit, «wird es eben schwierig, zu Punkten zu kommen.»

Deshalb spielte es am Ende des enttäuschenden Nachmittags auch keine Rolle mehr, dass sich die Startphase der Schötzer durchaus hatte sehen können. Mendi, der in die Startformation gerückt war, verpasste schon nach wenigen Sekunden den sicher scheinenden Führungstreffer. Und wenig später reklamierte das Heimteam, welches das Geschehen zunächst klar diktierte, einen Penalty, den der Schiedsrichter aber verweigerte. Dass die Partie mit einem bitteren 0:3 enden könnte, war über weite Strecken der ersten Halbzeit eigentlich nicht abzusehen. Doch dann kam die 40. Minute, als Diener von einem Missverständnis zwischen Felber und Schwegler profitieren konnte. Und dieses 0:1 sowie das schnelle 0:2 nach dem Wechsel gaben dem Spiel schliesslich ein neues Drehbuch. Eines, das die Schötzer wie schon in Basel wieder in einer schwierigen Rolle sah, die man aus der Vorrunde praktisch nicht kannte, weil damals die Effizienz sehr hoch und die Fehlerquote sehr tief gewesen war. 

Schötz - Olten 0:3 (0:1). Wissenhusen. – 400 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore: 40. Diener 0:1. 46. Dzombic 0:2. 89. Diener 0:3. – Schötz: Schwegler; Berisha, Felber, Vifian, Diaz; Curic, Nikaj; Fischer (83. Michael Bättig), Lars Grüter, Koch (59. Winiger); Mendi (59. Aiello). – Olten: Gashi; Schuler, Aegerter, Cubi, Voglioso; Özdemir (71. Cunaj), Schneider (88. Zahnd), Dzombic, Hug (92. Merola); Keller, Diener. – Bemerkungen: Schötz ohne André Grüter und Fernandez (beide gesperrt).