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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 3. Runde: Schötz - Basel U21 0:5 (0:2)
Vom Traumlos zum Albtraum

Am Freitag zog der FC Schötz mit dem FC Basel in der Cup-Auslosung den Hauptreffer. Einen Tag später folgte die grosse Ernüchterung: Das Neuenschwander-Team unterlag Basel U21 diskussionslos mit 0:5.

at. Der 22. und 23. August 2008 werden als Basler Tage in die Schötzer Clubgeschichte eingehen. Am Freitag hatte der FC Schötz bei der Cup-Auslosung in Bern kurz vor Mittag das grosse Los gezogen: In der 1. Hauptrunde wird Meister und Cupsieger FC Basel auf Wissenhusen antreten (siehe Kasten). Am Samstag, also nur einen Tag später, erhielten die Schötzer einen Vorgeschmack, was im September im Cup auf sie zukommen könnte. Der Basler U21-Nachwuchs, mit den beiden Super-League-Stürmern Almerares und Mustafi in der Startformation, besiegte die Gastgeber in der 1.-Liga-Meisterschaft diskussionslos mit 5:0. 

«Nach einem solchen Spiel mit diesem klaren Resultat stellt sich ein Trainer immer die Frage, wo er mit seinem Team steht», sagte Willy Neuenschwander am Morgen nach dem 0:5 bei der Aufarbeitung der dritten Partie der Saison. «Und es ist nicht einfach, so einen Auftritt richtig einzuordnen. Den nächsten richtigen Anhaltspunkt werde ich wohl erst am nächsten Samstag um 18.00 erhalten, wenn wir das wichtige Spiel gegen Olten hinter uns haben.»   Der Schötzer Trainer hatte seine Mannschaft im Abschlusstraining noch gewarnt, dass der FCB-Nachwuchs genau gleich wie das Basler Super-League-Team immer versuche, in den ersten 20 Minuten ein bis zwei Tore vorzulegen. Am Freitag waren diese mahnenden Worte bei den Spielern vor lauter Cup-Euphorie aber offenbar auf taube Ohren gestossen. Wie ist es sonst zu erklären, dass die Schötzer am Samstag nach nur 12 Minuten bereits vorentscheidend mit 0:2 zurücklagen. «Basel war spritziger, lauffreudiger, dynamischer. Wir konnten vor allem zu Beginn nur reagieren, weil wir viel zu lethargisch, viel zu behäbig auftraten», kommentierte Neuenschwander die völlig missratene Startphase.

Dass die Gastgeber danach langsam besser ins Spiel fanden, war primär den Baslern zu verdanken, die nach den schnellen Toren von Schürpf und Mustafi den Fuss vom Gas nahmen. In der Folge blieb den Schötzern nur die Hoffnung, mit einem Anschlusstor noch einmal für Verunsicherung beim FCB zu sorgen. Doch trotz der einen oder anderen Torchance, die beste vergab Lars Grüter mit einem Lattenschuss, fiel dieses 1:2 nicht. «Wir haben uns in dieser Phase bemüht, andererseits hätten die Basler aber auch das dritte oder vierte Tor erzielen können. Ich glaube auch, dass der Gegner nochmals zugelegt hätte, wenn uns das 1:2 gelungen wäre», betonte der Schötzer Trainer. Und dann kam die Schlussphase und das 0:3, das dem Heimteam endgültig das Genick brach (79.). Nur fünf Minuten später stand es bereits 0:5. Osmani sowie wiederum Schürpf und Mustafi hatten nochmals für ein kurzes Basler Offensivfeuerwerk gesorgt. «Von unserem Verhalten nach dem 0:3 war ich enttäuscht, denn wir haben uns am Schluss gehen lassen. Ein 0:2 als Schlussresultat hätte doch einen anderen Eindruck hinterlassen als dieses 0:5», ärgerte sich Neuenschwander.

Die Schötzer, das hat diese Partie am Samstag gezeigt, tun gut daran, den Cup noch einige Zeit aus den Köpfen zu streichen und sich auf die Meisterschaft zu konzentrieren. Denn in den nächsten Wochen dürften die Weichen gestellt werden, wer vorne und wer hinten mitspielen wird. Und deshalb ist die nächste Partie in Olten (Sa 16.00, Kleinholz) für die Schötzer bereits von grosser Bedeutung.

Schötz – Basel U21 0:5 (0:2). Wissenhusen. – 300 Zuschauer. – SR Fedayi San. – Tore: 7. Schürpf 0:1. 12. Mustafi 0:2. 79. Osmani 0:3. 82. Schürpf 0:4. 84. Mustafi 0:5. – Schötz: Lüthi; Berisha, Felber, Vifian (22. Michael Bättig), Thomas Grüter; Nikaj, Curic; Koch, André Grüter (46. Karajcic), Lars Grüter; Osaj (80. Winiger). – Basel: Leutwiler; Boumelaha, Schindelholz, Klose, Unal, Ammann, Sahin (73. Welter Krenczynski), Schürpf, Schilling, Almerares (57. Osmani), Mustafi (83. Acosta). – Bemerkungen: 63. Lattenschuss Lars Grüter.