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at. «Das hatten wir doch schon einmal», dachten sich die Schötzer Anhänger, die am Samstag Zeuge des drittletzten Heimspiels gegen Grenchen waren. Es kam ihnen vor, als würde eine Wiederholung des Spielfilms vom Münsingen-Match laufen. Nach guten und engagierten Startminuten fiel wie vor einer Woche das 0:1 nach einer Viertelstunde und das 0:2 nach einer halben Stunde. Beim ersten Tor von Grenchen konnte Mendi eine Flanke unbedrängt mit dem Kopf einnicken, beim zweiten Gegentreffer vollendete Rahmen einen herrlichen Angriff über Lerch und Pekas. Damit stand Schötz nach 31 Minuten abermals mit dem Rücken zur Wand. Und als auch Cubi Sekunden vor dem Seitenwechsel seinen Abschlussversuch aus kurzer Distanz von Wiedmann auf der Linie abgewehrt sah, hätte an diesem sonnigen Nachmittag nach den ersten 45 Minuten wohl kaum mehr jemand auf das Heimteam gewettet.
Die Schötzer Spieler und ihr Trainer hatten die Pause jedoch optimal genutzt und die nötigen Korrekturen angebracht, denn was auf den Wissenhusen-Rasen zurückkehrte, war eine völlig verwandelte Mannschaft. Selimi und Basse mussten in der Kabine bleiben, dafür kamen die beiden jungen Ivan Bättig in der Innenverteidigung und Zeljko Karajcic im linken Mittelfeld zum Zug, die ihre Chance zu einem starken Auftritt nutzten. Zudem bildeten André Grüter und Pjetr Cubi nun einen Zweimann-Sturm, während Ante Curic neben Lars Grüter ins zentrale Mittelfeld vorrückte. Diese Umstellungen und der zuletzt vermisste Punch, den die Schötzer jetzt plötzlich an den Tag legten, zahlten sich schnell aus. Der aufgerückte Fernandez, inzwischen schon fast der FCS-Torschütze vom Dienst, markierte nach einem Karajcic-Schuss das Anschlusstor (52.). Und nur zwölf Minuten später hiess es gar 2:2. Curic, der im Mittelfeld zur dominierenden Figur avancierte, setzte eine Freistossflanke von Lars Grüter mit dem Kopf sehenswert über Grenchens Goalie Molina hinweg ins Tor.
Was folgte, erinnerte wieder stark an einige FCS-Auftritte in der Vorrunde, als sie die Gegner öfters förmlich überfahren hatten. Die Schötzer waren von den anfänglich so stilsicheren Gästen jetzt nicht mehr zu halten. In der 69. Minute traf Cubi zum 3:2, in der 73. Minute gar zum 4:2. Dabei profitierte er zuerst von einer Kopfballvorlage von André Grüter, danach von einem herrlichen Steilzuspiel von Michael Bättig, das er im zweiten Anlauf überlegt über die Linie drückte. Innert nur 28 Minuten hatten die Schötzer aus dem 0:2 ein 4:2 gemacht.
Doch kaum hatte die Schötzer Jubelzeremonie ein Ende gefunden, hiess es nur noch 3:4. Pekas nutzte die ihm gewährten Freiheiten und traf mit einem platzierten Schuss aus 25 Metern. Die verrückte Partie blieb somit spannend, und der Finish verlief schliesslich sogar dramatisch. In der 89. Minute schien der erlösende Schötzer Siegtreffer nach Michael Bättigs gekonntem Dribbling Tatsache, doch Karajcic traf den Ball aus sechs Metern nicht wunschgemäss und der am zweiten Pfosten nachsetzende Curic kam um einen Sekundenbruchteil zu spät. Diese so verpasste 5:3 hätte man postwendend fast noch teuer bezahlt, doch Mendi setzte den Ball bei Grenchens letzter Chance aus fünf Metern wuchtig neben das Tor. «Es ist fast unglaublich, dass dieser Ball nicht reinging», verstand Grenchens Trainer Kurt Baumann die Welt nicht mehr.
Einen wesentlich zufriederen Eindruck machte nach dem Spiel der Schötzer Doppeltorschütze Pjetr Cubi. «In der zweiten Halbzeit hat es endlich wieder angehängt», freute er sich, «doch diese Steigerung war nach den schwachen ersten 45 Minuten ja auch nötig.» Ob es ihm und seinen Mitspielern noch gelingt, den FC Münsingen auf dem zweiten Aufstiegsrundenplatz abzufangen, ist aber fraglich. Das Team von Kurt Feuz liess auch im Berner Derby in Lyss beim 3:1-Sieg nichts anbrennen und liegt vier Runden vor Schluss weiterhin drei Zähler vor den Schötzern.
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Schötz – Grenchen 4:3 (0:2). Wissenhusen. – 300 Zuschauer. – SR Santoro. – Tore: 14. Mendi 0:1. 31. Rahmen 0:2. 52. Fernandez 1:2. 64. Curic 2:2. 69. Cubi 3:2. 73. Cubi 4:2. 74. Pekas 4:3. – Schötz: Lüthi; Alimanovic, Felber, Curic, Basse (46. Ivan Bättig); Cubi, André Grüter; Michael Bättig, Lars Grüter (79. Zenuni), Fernandez; Selimi (46. Karajcic). – Grenchen: Molina; Röthlisberger (79. Nuozzi), Stauffer, Messer, Wiedmann; Lerch, Akaa (66. Oezdemir), Garcia, Pekas; Mendi, Rahmen. – Bemerkungen: Schötz ohne Zukic und Fischer (beide verletzt) sowie Binaku (gesperrt). Grenchen ohne Stadelmann (gesperrt) sowie Frölicher, Hügli und Baumann (alle verletzt).
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