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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)
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| 1. Liga, 25. Runde: Münsingen - Schötz 2:0 (2:0) |
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Weiterer Rückschlag für den FC Schötz: Das Neuenschwander-Team leistete sich im Spitzenkampf zu Beginn zu viele Fehler und verlor in Münsingen mit 0:2. Damit konnten die Berner ihren Vorsprung auf Schötz im Rennen um einen Finalrundenplatz auf vier Punkte erhöhen.
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at. Es hätte das Spiel werden sollen, das die Schötzer mit einem Sieg für den Saisonfinish nochmals in eine vorzügliche Position bringt. Stattdessen wurde daraus ein bitterer Nachmittag, der die Chancen der Hinterländer auf einen Aufstiegsrundenplatz drastisch reduzierte. Das 0:2 in Münsingen war erneut eine Ernüchterung und reihte sich nahtlos ein in die durchzogenen Schötzer Leistungen der letzten Wochen. Aus acht Runden im neuen Jahr resultierten nur noch acht Zähler – das ist kein Schnitt eines Spitzenteams, sondern vielmehr die Ausbeute einer abstiegsgefährdeten Mannschaft. Und diese anhaltende Baisse im April hat dazu geführt, dass sich eine viel versprechende Ausgangslage im Rennen um die Teilnahme an der Finalrunde innert lediglich drei Wochen zu einem ziemlich hoffnungslosen Unterfangen entwickelt hat. Fünf Runden vor Schluss fehlen den Schötzer jetzt bereits vier Punkte auf Münsingen.
«Wir sind nicht mehr in der Verfassung der Vorrunde und wir haben vor allem nicht mehr die Qualität der ersten Saisonhälfte. Das hat dieses Spitzenspiel nochmals deutlich vor Augen geführt», lautete das Fazit des enttäuschten FCS-Trainers Willy Neuenschwander. «Es lag nicht am Willen des Teams, doch wer sich in der Startphase solche zwei Fehler erlaubt, wie sie uns heute passiert sind, hat es danach gegen ein robustes und defensiv starkes Spitzenteam wie Münsingen einfach sehr schwer.»
Neuenschwander sprach damit die beiden vorentscheidenden Szenen der Spitzenpartie der Gruppe 2 vor 500 Zuschauern an:
15. Minute: Bei einem Eckball steht der aufgerückte Verteidiger Feuz acht Meter sträflich frei mitten vor dem Schötzer Tor und markiert mit einem Kopfball unter die Latte die wichtige Berner Führung.
32. Minute: Basse geht bei einem Laufduell mit Mumenthaler im Strafraum unnötig zu Boden, der Schiedsrichter taxiert das Tackling als penaltyreif. Der gefoulte Spieler trifft gleich selber sicher zum 2:0.
Damit war der Spitzenkampf schon nach einer halben Stunde vorentschieden. Denn die Schötzer wiesen zwar vor der Pause ähnlich viele Spielanteile wie der Gegner auf, doch vor dem Münsinger Tor wurden sie nur gerade einmal richtig gefährlich. Kurz vor dem 0:2 sah der schön frei gespielte Michael Bättig seinen Schuss in die kurze Ecke vom sehr sicheren Müller gehalten.
Die Vorgabe für die zweiten 45 Minuten war klar: Schötz musste schnell das 1:2 gelingen, wenn es noch auf eine Wende hoffen wollte. Und nach 49 Minuten schien der Moment gekommen, doch Schiedsrichter Lafranchi übersah zum Entsetzen der Gäste ein offensichtliches Handspiel von Bütler im eigenen Strafraum. Dem wichtigen Anschlusstor nochmals ganz nahe kamen die Schötzer dann lediglich noch in der 59. Minute, doch Selimis wuchtiger Kopfball landete nur an der Latte. Daneben wurde zwar immer wieder versucht, den Gegner einzuschnüren, doch Zählbares schaute kaum mehr heraus. Auch die Umstellung auf zwei Stürmer und eine Dreierabwehr bewirkte nichts mehr. Zu ideenlos war ingesamt der Spielaufbau, zu ungenügend das Schötzer Durchsetzungsvermögen in den Lauf- und Kopfballduellen gegen die starke Münsinger Defensive. Dass es schliesslich nicht noch eine höhere Niederlage für die Gäste absetzte, war FCS-Goalie Thomas Lüthi zu verdanken, der zuerst den allein auf ihn losstürmenden Herren mit einer tollen Fussabwehr stoppte (70.) und später auch noch einen Foulpenalty des selben Spielers entschärfte (77.). Doch spätestens nach dieser Aktion war die Partie endgültig gelaufen, weil Binaku für das begangene Foul die zweite gelbe Karte gesehen hatte und vom Feld musste.
Nach der Enttäuschung in Münsingen bleibt den Schötzer nun in den letzten fünf Runden nichts mehr anderes übrig, als in den verbleibenden Partien gegen Grenchen (Samstag, 16.00, Wissenhusen), Basel U21 (h), Zofingen (a), Muttenz (a) und Biel (h) wieder regelmässig zu punkten, um so bei allfälligen Ausrutschern der Berner vielleicht nochmals den Anschluss zu schaffen.
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Münsingen - Schötz 2:0 (2:0). Sandreutenen. – 500 Zuschauer. – SR Lafranci. – Tore: 15. Feuz 1:0. 32. Mumenthaler (Foulpenalty) 2:0. – Münsingen: Müller; Bütler, Feuz, Kurz, Fahrni; Zanni (74. Strahm), Gerber, Wyss (63. Adeyemi), Christen; Mumenthaler, Herren (88. Suter). – Schötz Lüthi; Fernandez, Felber, Curic, Basse; Binaku, Cubi (74. Schäuble); Michael Bättig (80. Thomas Grüter), André Grüter, Lars Grüter; Selimi. – Bemerkungen: Münsingen ohne Oppliger und Studer (beide verletzt). Schötz ohne Zukic, Zenuni und Fischer (alle verletzt) und Alimanovic (gesperrt). 59. Lattenkopfball Selimi. 77. Platzverweis Binaku (Gelb-rot, Foul). 77. Lüthi hält Foulpenalty von Herren.
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