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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 23. Runde: Lyss - Schötz 2:2 (1:0)
Fernandez-Doublette reicht nur für einen Punkt

Trotz einer klaren Steigerung nach der Pause kam der FC Schötz in Lyss nicht über ein 2:2 hinaus. Weil Münsingen gegen Wangen mit 2:0 gewann, sind die beiden Konkurrenten um den zweiten Aufstiegsrundenplatz nun punktgleich.

at. Der FC Schötz hatte sich nach dem 0:3 gegen den FCL-Nachwuchs für das Spiel in Lyss viel vorgenommen. Doch davon war in den ersten 45 Minuten in diesem Aufsteigerduell allerdings nicht viel zu sehen. «Die Leistung vor der Pause war zwar nicht so schlimm wie noch in Luzern», urteilte FCS-Assistenztrainer Roger Rölli, «trotzdem verlief die erste Halbzeit aus unserer Sicht ingesamt enttäuschend.» Zum zunächst wenig überzeugenden Auftritt passte auch, dass die Schötzer gleich selber für die Führung von Lyss besorgt waren. In der 37. Minute hatte Curic eine Hereingabe unglücklich ins eigene Tor abgelenkt. Allerdings wäre der Treffer wohl auch ohne diese Intervention des FCS-Neuzuzugs gefallen, stand doch hinter ihm ein Berner Angreifer, der den Ball stattdessen im Schötzer Tor untergebracht hätte.

Offenbar nützten die Gäste die Pause aber für eine Rückbesinnung auf die bewährten Tugenden. Mit dem Wiederanpfiff präsentierte sich eine veränderte Schötzer Mannschaft, die nun entschlossener und zielstrebiger ans Werk ging. «Plötzlich war wieder mehr Feuer, mehr Biss in unserem Spiel. Es war auf einmal wieder jene Mannschaft am Werk, wie man sie sonst aus dieser Saison kennt», erklärte Roger Rölli, der sein Amt als rechte Hand von Trainer Willy Neuenschwander am Ende der Saison nach zwei Jahren aus zeitlichen Gründen abgeben wird. Und so kam der Schötzer Ausgleichstreffer in der 59. Minute nicht überraschend. André Grüter hatte den schnellen Fernandez ideal in die Tiefe lanciert, dieser hob den Ball gekonnt über Hügli hinweg zum 1:1 ins Tor.

Das Neuenschwander-Team blieb in der Folge das aktivere Team und suchte den zweiten Treffer. Die mitgereisten Schötzer Anhänger mussten sich aber bis zur 79. Minute gedulden, bis Cubi einen Freistoss vors Tor zirkelte, wo abermals Fernandez zur Stelle war und mit seinem zweiten Treffer das vermeintliche Siegtor erzielte. Dem Schötzer Jubel folgte aber nur wenige Momente später die neuerliche Ernüchterung. Die einen Moment unkonzentrierten Gäste wurden auf der rechten Abwehrseite überlaufen, worauf Felber im Strafraum zu einem Tackling ansetzen musste, dass der Schiedsrichter als penaltyreif taxierte. Kellerhals liess sich die Chance nicht nehmen und traf in der 81. Minute vom Elfmeterpunkt zum 2:2. In der verbleibenden Spielzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weil beide Teams nun alles auf eine Karte setzten und auf Sieg spielten. Doch weil die Lysser später bei ihrer besten Chance nur den Pfosten trafen, und Selimi auf der anderen Seite den Ball aus 18 Metern ganz knapp neben das Tor schoss, blieb es bei der Punkteteilung.

«Es war schade, dass wir das 2:1 nur so kurze Zeit halten konnten», bilanzierte Roger Rölli. «Trotzdem war nach der Pause wieder eine ganz klare Steigerung erkennbar.» Weil die Schötzer aus den beiden letzten Auswärtsspielen nur einen Zähler holen konnten, Münsingen dagegen in den letzten beiden Runden das Punktemaximum einfuhr, liegen die beiden Verfolger von Biel nun mit je 40 Zählern gemeinsam auf dem zweiten Finalrundenplatz. Für einen spannenden Saisonfinish ist also gesorgt.

Lyss - Schötz 2:2 (1:0). Sportplatz Grien. – 230 Zuschauer. – SR Walker. – Tore: 37. Eigentor Curic 1:0. 59. Fernandez 1:1. 79. Fernandez 1:2. 81. Kellerhals (Foulpenalty) 2:2. – Lyss: Hügli; Mirtaj, Safari, Quartey, Mathys; Odza, Kellerhans, Zimmermann, Heiniger (89. Hatip); Savic (70. Doua), Acosta (92. Isch). – Schötz: Lüthi; Alimanovic, Felber, Cubi, Fernandez; Th. Grüter (46. Binaku), A. Grüter, Curic, Basse; L. Grüter; Selimi. – Bemerkungen: Lyss ohne Meyer (verletzt), Sallin und Blank (beide gesperrt) sowie Rüttimann (abwesend). Schötz ohne Zukic, Zenuni und Fischer (alle verletzt) sowie Bättig (krank)