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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 22. Runde: FC Luzern U21 - Schötz 3:0 (2:0)
Ein Spiel zum Vergessen

Schötz kassierte nach der bisher schwächsten Leistung der Saison gegen den FCL-Nachwuchs die dritte Niederlage. Goalie Thomas Lüthi, der einzige FCS-Spieler in Normalform, verhinderte mit seinen Reflexen eine noch höhere Niederlage.

at. «Wir hätten nach 60 Minuten eigentlich aufhören können.» Dieser Satz von FCS-Trainer Willy Neuenschwander nach dem Spiel sagte eigentlich schon alles über den über weite Strecken sehr enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft im Allmend-Stadion. «Die ersten Minuten waren noch in Ordnung, doch dann ging bei uns heute gar nichts mehr», fasste Neuenschwander die Partie kurz und bündig zusammen.

In der Tat waren die Schötzer als Aufstiegsrundenanwärter gegen das auf einem Abstiegsplatz liegende U21-Team des FC Luzern von A bis Z chancenlos. Das lag vor allem daran, dass die Defensive der Gäste einen unerklärlich schwachen Tag einzog und den sehr aggressiven Luzernern mit zum Teil haarsträubenden individuellen Fehlern eine Torchance nach der anderen offerierten. Das erste Mal patzten die Schötzer nach acht Minuten, als sie bei einem schnell ausgeführten Freistoss unkonzentriert waren, doch Thomas Lüthi konnte gegen Sulejmani einen frühen Rückstand verhindern. Das selbe Duell endete auch in der 18. Minute für den abermals starken Schötzer Goalie, als der FCL-Goalgetter von einem zu kurzen Rückpass von Alimanovic profitiert hatte. Den Nachschuss in dieser turbulenten Szene setzte Pacar schliesslich knapp übers Tor. Doch wachgerüttelt wurden das Neuenschwander-Team auch dadurch nicht. Im Gegenteil: Nach einer Luzerner Flanke landete der Ball am zweiten Pfosten in den Füssen des unmarkierten Pacar, der Lüthi diesmal mit einem Flachschuss keine Abwehrchance mehr liess (27.).

Die Schötzer taten sich schwer mit einer Reaktion, weil sie im Spiel nach vorne viel zu ungenau agierten und aus dem Mittelfeld immer wieder aufliefen, statt den Ball schnell in die Tiefe zu spielen. So dauerte es mehr als eine halbe Stunde, bis Selimi mit einem harten Schuss aus 16 Metern, den König gekonnt parierte, den ersten richtigen Offensivakzent setzte. Doch bevor die Schötzer den nächsten Angriff starten konnten, lagen sie nach 37 Minuten bereits mit 0:2 zurück. Wiederum hatte Alimanovic, der einen schwarzen Tag erwischte, einen Rückpass zu kurz gespielt und diesmal liess sich der schnelle Sulejmani die Chance vor Lüthi nicht mehr entgehen. Weil sich danach auch noch Basse einen ungenügenden Rückgabe zum eigenen Goalie erlaubte (43.), seinen Fehler aber in extremis noch selber ausbügeln konnte, war der Pausenpfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters Bruno Rüegsegger aus Schötzer Sicht schon fast eine Erlösung.

Die einzige Schötzer Hoffnung nach dem Seitenwechsel war ein schnelles Anschlusstor. Die grosse Chance dazu eröffnete sich in der 49. Minute Curic, doch dessen Kopfball nach einem Binaku-Freistoss hielt König im FCL-Tor mit einem grossartigen Reflex. Weil die Gäste mehr Risiken eingehen mussten, boten sich den Luzerner in der Folge immer mehr Konterchancen. Und so fiel nach einer knappen Stunde auch das entscheidende 3:0 der Luzerner: Allou hatte problemlos die schwache linke Abwehrseite der Schötzer überlaufen, dessen perfekten Pass vors Tor musste Sulejmani nur noch über die Linie drücken. In den folgenden 30 Minuten glückte den enttäuschenden Gästen nicht einmal mehr der Ehrentreffer. Wie Selimi (67.) und Binaku (81.) allerbeste Chancen nicht nutzen konnten, passte zu diesem Tag, an dem die Schötzer das Bild eines Teams abgaben, das nicht zu einem Aufstiegsrundenanwärter passte, sondern vielmehr zu einem Abstiegskandidaten. Auch FCL-Trainer Walter Iselin, der von seinem Team begeistert war, zeigte sich nach dem Spiel «schon etwas überrascht, wie viele Fehler sich die Schötzer vor allem vor der Pause in der Abwehr leisteten.»

Dieses 0:3 wirkte sich auch in der Tabelle der Gruppe 2 negativ aus. Weil Münsingen beim YB-Nachwuchs mit 1:0 gewann, liegen die Schötzer jetzt bloss noch zwei Zähler vor ihrem engsten Verfolger. Am kommenden Samstag (17.30) geht es für die Schötzer zu Mitaufsteiger Lyss. Einen derart unkonzentrierten, lustlosen und fahrigen Auftritt wie in Luzern darf sich das Team von Willy Neuenschwander dort nicht noch einmal erlauben, will es den zweiten Aufstiegsrundenplatz verteidigen.

Hinweis: Für das nächste Spiel in Lyss (Sa 17.30) bietet der FC Schötz interessierten Anhängern die Möglichkeit, gegen einen kleinen Unkostenbeitrag im Mannschaftscar mitzureisen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Abfahrt beim Fussballplatz Wissenhusen erfolgt um 14.00.

Luzern U21 – Schötz 3:0 (2:0). Allmend. – 300 Zuschauer. – SR Rüegsegger. – Tore: 27. Pacar 1:0. 37. Sulejmani 2:0. 56. Sulejmani 3:0. – Luzern U21: König; Allou, Büchli, Liloia, Saqi; Sorgic (88. Nicolas Lambert), Makuka (72. Bernet), Imholz, Souto Crosani; Sulejmani (84. Munsy), Pacar. – Schötz: Lüthi; Thomas Grüter, Alimanovic, Curic, Basse (73. Ivan Bättig); Michael Bättig (55. Felber), Binaku, Cubi (83. Karajcic), Fernandez; Lars Grüter; Selimi. – Bemerkungen: Schötz ohne André Grüter (gesperrt) sowie Zukic, Fischer und Zenuni (alle verletzt).