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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 8. Runde: Schötz - Lyss 1:1 (0:0)
Mangelnde Effizienz kostet 2 Punkte

Trotz einer Vielzahl von Torchancen, insbesondere vor der Pause, kam Schötz gegen Mitaufsteiger Lyss nicht über ein 1:1 hinaus. Damit schloss Biel in der Tabelle bis auf einen Zähler zum weiterhin zweitplatzierten Neuenschwander-Team auf.

at. Die Dominanz, die der FC Schötz im Aufsteigerduell gegen den SV Lyss in den ersten 45 Minuten ausspielte, erinnerte an den Auftritt vor Wochenfrist gegen den FCL-Nachwuchs. Mit einem kleinen Unterschied: Damals gingen die Schötzer nach 45 Minuten mit einem beruhigenden 3:0 in die Kabinen, diesmal jedoch nur mit einem 0:0. «Wir erspielten uns gegen Luzern zwar weniger Chancen, waren jedoch unglaublich effizient und machten gleich drei Tore», verglich FCS-Trainer Willy Neuenschwander. «Doch gegen Lyss konnten wir diesmal trotz bester Gelegenheiten einfach keinen Ball reinmachen. Es war zum Teil wirklich schlimm, was wir alles ausgelassen haben und schon fast nicht mehr zum Zuschauen.»

Die Gründe für diese Ineffizienz konnte auch der Schötzer Trainer nicht genau eruieren. «Sicher waren wir bei einigen Aktionen zu verspielt», sagte er, «vielleicht im Abschluss auch nicht konsequent oder ganz einfach nicht kaltblütig genug. Bitter war, dass gleich alle Spieler in der Offensive nicht trafen.» Auf alle Fälle, fügte er noch an, habe dieses Mal aber zweifellos auch das nötige Glück gefehlt, wie das noch gegen den FCL U21 der Fall gewesen sei.

Diese mangelhafte Ausbeute zur Pause wirkte sich nur Sekunden nach Wiederbeginn gleich doppelt negativ aus, weil es die Lysser bei einer ihren wenigen Chancen wesentlich besser machten. Die Schötzer begaben sich zu unkoordiniert in die Vorwärtsbewegung, so dass der Ball schliesslich auf glückliche Art und Weise bei Heiniger landete, der sich nicht lange bitten liess und in der 46. Minute die überraschende Führung für die Berner Gäste markierte.

Diese Führung hielt aber nur gerade zwölf Minuten. Bis der aufgerückte Captain Roger Felber nach einer weiten Flanke am hinteren Pfosten am höchsten stieg und den Ball mit dem Kopf zum 1:1 über die Linie drückte. Dass es ein Verteidiger war, der den Bann brach, konnte an diesem Tag aus Schötzer Optik kein Zufall sein. Dass die Gastgeber danach alles versuchten, um noch zum Siegtor zu kommen, war offensichtlich. Doch ähnlich wie in Laufen, als es einen Rückstand wettzumachen galt, fehlte den Schötzern die Kreativität und die nötige Cleverness. So blieb es beim 1:1. «Wir waren zwar willig und bemüht», attestierte Neuenschwander seinem Team, «doch wir haben uns wieder zu ungestüm verhalten und uns auch immer wieder gegenseitig die Räume weggenommen. So kann man fast nicht reüssieren. Zudem setzten wir uns so auch immer wieder ungeschickt dem Risiko aus, in einen gefährlichen Konter zu laufen.»

Dass Biel dank den beiden verschenkten Schötzer Punkten in der Tabelle wieder bis auf einen Zähler herankam, wollte der FCS-Teamchef nicht überbewerten. «Die Resultate haben es auch in dieser Runde wieder gezeigt: In dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen. Da wird noch viel passieren.» Deshalb sei es immer wichtig, den Blick schnell wieder auf die kommende Aufgabe zu richten. Und diese heisst für die Schötzer am Samstag um 17.00 im Basler Schützenmatte-Stadion Old Boys.

Schötz - Lyss 1:1 (0:0). Wissenhusen. – 400 Zuschauer. – SR Poma. – Tore: 46. Heiniger 0:1. 58. Felber 1:1. – Schötz: Lüthi; Fernandez, Felber, Cubi, Basse (86. Binaku); Fischer (80. Thomas Grüter), André Grüter, Kukeli, Bättig (65. Ndong); Lars Güter, Selimi. – Lyss: Meyer; Mirtaj, Zachara, Blank, Zimmermann; Odza, Kellerhals, Rüttimann, Acosta Benavides (78. Nogales Rodriguez; Heiniger, Savic (57. Doua). – Bemerkung: Schötz ohne Alimanovic (verletzt).