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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 7. Runde: Schötz - FC Luzern U21 3:0 (3:0)
Nach 45 Minuten bereits entschieden

Der FC Schötz hat auf die erste Saisonniederlage in Laufen die richtige Antwort gegeben: Dank einer überzeugenden ersten Halbzeit mit drei Toren schlug das Neuenschwander-Team den FCL-Nachwuchs mit 3:0. Trotz des 5. Saisonsieges mussten die Schötzer Platz 1 aber abtreten.

at. Mit Genugtuung konnte FCS-Trainer Willy Neuenschwander am Freitag beim 3:0 gegen den FCL-Nachwuchs feststellen, dass das 0:1 in Laufen nur ein Ausrutscher war. Seine Mannschaft trat wieder entschlossen wie ein Spitzenteam auf. «Wir konnten an die sehr guten Leistungen gegen Solothurn und YB anknüpfen», freute er sich, «wobei wir natürlich diesmal auch wieder das nötige Glück im Abschluss hatten.» Er habe auch nach dem Seitenwechsel, als sein Team mit dem klaren Vorsprung verständlicherweise etwas abwartender auftrat, «nie Angst gehabt, dieses Spiel noch zu verlieren.»

Trotz des komfortablen 3:0-Erfolgs sind die Schötzer nach dem 7. Spieltag nicht mehr Leader. Der Grund: Das FCB-U21-Team fertigte im Spitzenspiel der Runde Zug 94 gleich mit 6:0 ab und weist nun das etwas bessere Torverhältnis als der mit 16 Zählern punktgleiche Aufsteiger aus. Zug 94, der erste Verfolger des Spitzenduos, liegt jetzt jedoch schon vier Punkte zurück.

Die Geschichte der Partie am Freitag vor 600 Zuschauern auf Wissenhusen ist schnell erzählt. Der FC Schötz trumpfte vor der Pause ähnlich stark auf wie schon im Heimspiel gegen den FC Solothurn. Konzentriert, laufstark, spielfreudig und vor allem zielstrebig agierend, liess der Leader dem FCL-Nachwuchs in den ersten 45 Minuten keine Chance. Dass beim Gegner beispielsweise David Zibung, einer der besten Torhüter der Schweiz im Tor stand, oder dass Spieler wie Clemente, Foschini oder Sego dabei waren, die diese Saison alle schon in der Super League eingesetzt wurden, schien die Schötzer nicht zu kümmern. Die Gastgeber wollten eine Antwort auf die erste Niederlage in Laufen geben – und taten dies mehr als eindrücklich. Spieler des Tages war Martin Fischer. Zweimal (20./45.) liess der schnelle Neuzuzug nach idealen Steilpässen Zibung im FCL-Tor keine Abwehrchance. Und beim dritten FCS-Treffer holte er den Penalty heraus, den diesmal Lars Grüter trat und nur zwei Minuten nach dem 1:0 bereits zur Vorentscheidung verwandelte.

Dass es bis zum Schluss beim 3:0-Pausenresultat blieb, lag daran, dass Schötz nicht mehr wollte und das FCL-Team nicht mehr konnte. Die einzige aufregende Szene ereignete sich schliesslich noch in der 70. Minute, als Kukelis Abschlussversuch an der Latte abprallte. Der erstmals im Schötzer Tor stehende Thomas Lüthi war praktisch beschäftigungslos und blieb bei seiner Premiere in der 1. Liga ohne Gegentor. Der Wechsel auf der Goalie-Position hatte sich gemäss Trainer Willy Neuenschwander als Folge eines Gespräch mit Reto Häfliger nach dem 0:1 in Laufen bereits zu Wochenbeginn konkretisiert. Nach dem 3:0 dürfte der Gunzwiler Thomas Lüthi auch am kommenden Samstag (16.00) im nächsten Heimspiel gegen den SV Lyss wieder im Schötzer Tor stehen.

Zukic zurück beim FCS
Nevzet Zukic, der am Ende der Aufstiegssaison zu Perlen-Buchrain in die 3. Liga gewechselt hatte, gibt sein Comeback beim FC Schötz. «Zukic wollte zu uns zurückkehren», erklärt Willy Neuenschwander, «und für uns ist er natürlich eine weitere Verstärkung des Kaders.» Der frühere FCL-Spieler dürfte erstmals im nächsten Auswärtsspiel Ende September gegen Old Boys spielberechtigt sein.

Schötz - FC Luzern U 21 3:0 (3:0). Wissenhusen. – 600 Zuschauer. – SR Gremaud. – Tore: 20. Fischer 1:0. 22. L. Grüter (Foulpenalty) 2:0. 45. Fischer 3:0. – Schötz: Lüthi; Fernandez (80. Th. Grüter), Felber, Cubi, Basse; A. Grüter, Kukeli, M. Bättig; L. Grüter, Fischer (86. Ndong); Selimi (83. Binaku). – FC Luzern U 21: Zibung; Imbach, Mehmeti, Imholz, Souto; Foschini, Clemente (64. Mehidic), Bernet; Makuka, Sego (46. Sorgic); Munsy (46. Pacar). – Bemerkungen: Schötz ohne Alimanovic und Zenuni (beide verletzt). 70. Lattenkopfball Kukeli.