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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


1. Liga, 5. Runde: Schötz - Wangen 2:2 (0:2)
Der Klassebeweis nach dem 0:2

0:2 lag der neue Leader gegen Wangen zur Pause zurück. Doch einmal mehr konnten die Schötzer eine Niederlage abwenden. Selimi und Cubi sorgten noch für den verdienten Ausgleich.

at. Vier Tore, viele aufregende Szenen und viele Diskussionen über strittige Entscheidungen – das Duell Schötz – Wangen hielt, was es im Vorfeld versprochen hatten. Für die einheimischen Zuschauer verlief der Match in den ersten 45 Minuten alles andere als nach Wunsch. Weil es Martin Fischer nach nur wenigen Sekunden des Spiels unglücklich verpasste, sein Team mit dem 1:0 auf Kurs zum fünften Sieg in Serie zu bringen, schien sich in der verbleibenden Zeit bis zur Pause vielmehr die erste Niederlage anzukündigen. Weil vieles bei den Gastgebern «Stückwerk» blieb, wie es Trainer Willy Neuenschwander später umschrieb, und weil sein Team «unerklärlich passiv» agierte, konnte Wangen profitieren. Die erfahrene Mannschaft von Trainer René Erlachner nutzte Konzentrationsfehler in der Schötzer Hintermannschaft resolut aus und legte bis zum Seitenwechsel mit zwei Toren vor. Zuerst hiess der Profiteur Luan Gashi, der nach 11 Minuten das 1:0 markierte. Dann (23.) liess Bekteshi nach einer Flanke nicht zweimal bitten und erhöhte mittels Kopfball auf 0:2. 

Von einer solchen optimalen Chancenauswertung wie die Gäste – zwei Möglichkeiten, zwei Treffer – waren die Schötzer in der ersten Hälfte weit entfernt. Irgendwie schien in allen Reihen für einmal der Wurm drin zu sein. Die in den Spielen zuvor sehr stabile Hintermannschaft patzerte ungewohnt, das hoch gelobte Mittelfeld erreichte vorerst nie sein gewohntes Rendement und auch im Angriff fehlte der letzte Zug hinter den Aktionen. Es sah in der Tat nicht gut aus für den Spitzenreiter, als die beiden Teams zur Pause die Kabinen aufsuchten.

Schötz wankte, fiel aber wieder nicht. Es werde die erste Niederlage absetzen, wenn man sich nun nicht klar steigere, hatte der FCS-Trainer seinen Spielern in der Pause zu verstehen gegeben. Und Neuenschwanders warnende Worte in der Kabine schienen auf offene Ohren gestossen zu sein. Wie schon im ersten Spiel gegen Zug 94, kam die Schötzer Angriffsmaschinerie wie auf Knopfdruck ins Rollen und auch die Abwehr wirkte nun wieder stabiler. Bereits in der 48. Minute fiel das äusserst wichtige Anschlusstor: Zenun Selimi, der FCS-Skorer vom Dienst, war nach einer Fischer-Hereingabe mit dem Kopf zur Stelle. Das 1:2 war bereits sein sechster Saisontreffer – eine bemerkenswerte Bilanz für den Routinier im Schötzer Angriff. 

Nur wenige Minuten später bejubelte Selimi gar seinen siebten Streich. Nach Lars Grüters Hereingabe hatte er den Ball zum 2:2 ins Netz gesetzt. Doch dieser Ausgleichstreffer wurde nicht aberkannt. Der Schiedsrichter-Assistent hatte eine Offside-Position ausgemacht, stand mit dieser Einschätzung aber ziemlich alleine da. Schötz-Trainer Willy Neuenschwander ärgerte sich auch nach dem Spiel noch über diese Entscheidung, zumal seinem Team nicht zum ersten Mal auf derart strittige Art und Weise ein wohl reguläres Tor aberkannt worden war. Seine Spieler bewiesen aber Moral, steckte auch diese bittere Situation weg und machten weiterhin Druck. Doch Pechvogel André Grüter, dem vor dem Tor nichts gelingen wollte, wie auch Kukeli blieben im Abschluss glücklos. 

Allmählich schien dem Heimteam schliesslich doch die Zeit davon zu laufen. Es lief bereits die 85. Minute, als André Grüter ein weiteres Mal nicht reüssierte. Doch diesmal stand der aufgerückte Cubi goldrichtig, übernahm den Abpraller und hob ihn über Wangens Goalie Meier zum ersehnten 2:2 ins Tor. Verständlicherweise war die Freude beim überwiegenden Teil der 500 Zuschauer nach diesem Treffer gross: Abermals hatte die Schötzer Mannschaft Charakter bewiesen und dank ihrer Klasse und ihrem grossartigen Willen eine Niederlage noch abgewendet. 

Als Lohn für diesen Effort bleiben die Schötzer mit 13 Zählern weiterhin drei Punkte vor den nächsten Verfolgern. Diese werden nun vom Trio Biel, Solothurn und Basel U21 gebildet. Am kommenden Samstag (17.00) treten die Schötzer auswärts in Laufen an. Dort gilt es, mit dem fünften Saisonsieg das Polster auf die Konkurrenz zu verteidigen.

Schötz - Wangen bei Olten 2:2 (0:2). Wissenhusen. – 550 Zuschauer. – SR Cramatte. – Tore: 11. Gashi 0:1. 23. Bekteshi 0:2. 48. Selimi 1:2. 85. Cubi 2:2. – Schötz: Häfliger; Fernandez, Felber, Cubi, Basse; A. Grüter, Kukeli; Fischer (68. Binaku), L. Grüter, M. Bättig (88. Ndong); Selimi (91. Th. Grüter). – Wangen bei Olten: Meier; M. Dias, E. Dias, Knezevic, Bekteshi; Bossert, Nikaj (81. Von Rohr); Karica (66. Deda), Music, Gashi; Bigler. – Bemerkungen: Schötz ohne Alimanovic (gesperrt) und I. Bättig (verletzt). 56. Tor von Selimi wegen Offside aberkannt.