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DETAILBERICHT MATCHBERICHT (ARCHIV)


Schweizer Cup: Schötz - Winterthur 2:1 (1:0)
Schötz mit Cup-Gesicht

Schötz ist seinem Ruf als Cup-Mannschaft auch gegen NLB-Leader Winterthur gerecht geworden. Nikajs Treffer zum 2:1 kurz vor Schluss besiegelte die Überraschung.

at. 89 Minuten und einige Sekunden zeigte die Matchuhr auf der Kilchmatte, als sich jene Szenen abspielten, von denen ein Unterklassiger im Cup stets träumt: Nach einem Entlastungsangriff legt Spasojevic den Ball nach schöner Kombination zurück auf Nikaj, der aus kurzer Distanz an Hürzeler vorbei mit einem Flachschuss ins Tor trifft ? 2:1 für Erstligist Schötz gegen NLB-Leader Winterthur. Es ist die Entscheidung in einem hart umkämpften Cupfight, die nicht unverdient zu Gunsten des unterklassigen Heimteams ausfiel. Auch Winterthur-Trainer Urs Schönenberger, der nach dem Spiel erstaunlich gefasst wirkte, zollte den Schötzern Lob. «Ich habe», erklärte er, «genau gewusst, was uns hier erwartet, und habe die Mannschaft entsprechend gewarnt und vorbereitet. Doch das hat offensichtlich nichts genützt. Wir haben das Spiel zwar nach der Pause klar diktiert, aber nur bis an den Strafraum. Ich bin vor allem von den Stürmern, die sich in der Gefahrenzone nur selten durchsetzen konnten, enttäuscht.»

Schötzer ohne Respekt

Dass der NLB-Leader im Luzerner Hinterland keinen gemütlichen Nachmittag erleben würde, zeichnete sich schon in den Startminuten ab. Die Schötzer, nach der schwachen Leistung beim 0:3 in Wohlen nicht wiederzuerkennen, zeigten keinen Respekt und gingen früh in Führung. Winterthurs Verteidiger Montandon wollte dem durchgebrochenen Spasojevic den Ball noch wegspitzeln, traf dabei aber ins eigene Tor (11.). Die Schötzer, die weitere erstklassige Chancen bis zur Pause nicht zum zweiten Treffer verwerten konnten, hatten in Goalie Sasa Blagojevic ihren sicheren Rückhalt. Der Pechvogel beim 0:1 im Cupspiel im März gegen Lausanne, spielte eine grossartige Partie, behielt in den heiklen Momenten stets die Übersicht, parierte zudem einen Penalty (31.) und war der Baumeister des neuerlichen Schötzer Cup-Coups. Der NLB-Leader erarbeitete sich nach der Pause zwar ein klares Übergewicht und setzte die sich generös wehrenden Schötzer stark unter Druck, doch Renfers Ausgleichstor nach einem Eckball blieb die einzige zählbare Ausbeute.

«Wir haben an unsere Chance geglaubt und sehr gut gekämpft. Heute traten wir auch wieder als Einheit auf», freute sich Schötz-Trainer Willy Neuenschwander über den Sieg seines Teams, das nun auf einen NLA-Gegner hofft.

Schötz - Winterthur 2:1 (1:0) Kilchmatte. ? 800 Zuschauer. ? SR Busacca. ? Tore: 11. Montandon (Eigentor) 1:0. 56. Renfer 1:1. 90. Nikaj 2:1. ? Schötz: Blagojevic; Hp. Felber, R. Felber, Ludin; Grüter (80. D.Nyfeler), Nikaj, Spasojevic, Nocita, Tshibuabua; Rölli, Thalmann (60. Bossert). ? Winterthur: Hürzeler; Huber, Nemtsoudis, Montandon; Prazeres (56. Ciullo), Cerrone, Renfer, Calo, Obhafuoso (66. Becker); Ramsauer, Yasar. ? Bemerkungen: Schötz ohne Rrustolli, Leupi, Bühlmann (alle verletzt) sowie Affentranger (Auslandaufenthalt). Winterthur ohne Sekulovic (gesperrt) sowie Brugnoli, Gerstenmaier und Bihombele (alle verletzt). 31. Blagojevic hält Foulpenalty von Yasar. 54. Lattenkopfball Montandon. Verwarnungen: 5. Montandon, 20. Ludin, 34. R. Felber (alle Foul), 34. Spasojevic (Reklamieren), 71. Nocita, 82. Becker (beide Foul), 90. Ramsauer (Unsportlichkeit/Schwalbe).